Michel Brunet vom Stand de l’Albanais übergibt Daniel Becker vom Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis einen Zuschuss zur Rumillyfahrt.
Seit es die Verschwisterung zwischen Michelstadt und Rumilly gibt, gibt es einen Stand auf dem Bienenmarkt, in dem Savoyer Wein, Käse, Salami und Crêpes serviert werden. Dazu gibt es auch noch Dinge aus den Téfal- und Nestlé-Werken in Rumilly zu kaufen. Anfangs waren die ehrenamtlich Engagierten eines Bienenmarktstandvereins nur über das erste Wochenende da. Inzwischen öffnen die freundlichen Menschen aus dem Albanais, wie die Gegend um Rumilly heißt, die ganzen zehn Tage der Bienenmarktszeit ihren Stand. Jean Louis Jacquet ist der jetzige Vorsitzende des Vereins, der mit seiner Ehefrau und den übrigen vier Ehrenamtlichen die Bienenmarktsbesucher nun schon seit 2004 bedient, also seit 22 Jahren.
Dieser Stand der Franzosen ist bei den Michelstädtern sehr beliebt und sehr gut frequentiert und dient vielen Vereinen, verschiedenen Gruppen und sogar politischen Parteien als Treffpunkt. Am Donnerstagabend fand zum Beispiel ein Treffen der Freunde des deutsch-französischen Clubs des Odenwalds dort statt.
Der Zweck dieses persönlichen Engagements ist die finanzielle Unterstützung der Jugend- und Vereinsbegegnungen zwischen Michelstadt und Rumilly. Vor Kurzem kam eine Schülergruppe des Beruflichen Schulzentrums in Michelstadt von ihrer Begegnungsfahrt zur Berufsschule „Porte des Alpes“ in Rumilly heim und erhielt am Freitag (29.) von Jean-Louis Jacquet und Michel Brunet einen Zuschuss zu ihren Fahrtkosten. Berufsschullehrer Daniel Becker nahm das Geld im Beisein von einigen Schülern in Empfang. Gleichzeitig erhielten Lehrer des Gymnasiums Michelstadt und der Theodor-Litt-Schule für ihre gemeinsame Austauschfahrt. Die Förderung durch die verschwisterten Städte und die Zuschüsse des Deutsch-Französischen Jugendwerks machen diese für die Völkerverständigung und die europäische Integration wichtigen Jugendbegegnungen noch einmal für die Schüler leichter finanziell tragbar.