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Erbach-Michelstadt aktuell
Ausgabe 36/2023
Berichte (Erbach-Michelstadt)
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Ein Defibrillator für Günterfürst

Vlnr: Volker Hofmann (TSV Günterfürst), Jutta Fischer (Ortsbeirat Günterfürst), Nicole Kelbert-Gerbig (Sparkasse Odenwaldkreis), Evelyn König (Volksbank Odenwald), Chris Walther (Ortsbeirat Günterfürst)

„Wir nehmen heute etwas in Betrieb, das wir hoffentlich nie benutzen müssen!“ Darüber waren sich alle einig bei der Einweihung eines Defibrillators am Sportheim des TSV Günterfürst. Ein sogenannter AED (Automatisierter Externer Defibrillator) ist ein medizinisches Gerät, das verwendet wird, um bei einem plötzlichen Herzstillstand lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen, indem er automatisch elektrische Schocks abgibt, um das Herz wieder in einen normalen Rhythmus zu bringen.

Als die Idee im Vorstand des TSV reifte, verständigte man sich mit dem Ortsbeirat Günterfürst, damit der Defibrillator so angebracht wird, um im Notfall von der ganzen Ortsbevölkerung benutzt werden zu können. Daher wurde dieser an der öffentlich zugänglichen Außenwand des Sportheims im Sportplatzweg 6 in Günterfürst montiert.

Bei der Finanzierung hatte man sofort Zusagen, sowohl von der Sparkasse Odenwaldkreis als auch von der Volksbank Odenwald. „Unser Vorstand hat keine Sekunde gezögert, um dieses Projekt zu unterstützen.“, so Nicole Kelbert-Gerbig von der Sparkasse. „Natürlich sind wir dabei, wenn ein Gerät, das Leben retten kann, angeschafft wird“, zitierte Evelyn König die Geschäftsleitung der Volksbank Odenwald.

Der Defibrillator wurde von der Firma Elektro Müller kostenlos in einer Außenhülle montiert. Diese wird im Winter beheizt, damit das Gerät keinen Schaden durch Kälte nimmt. Im Notfall wird der Defibrillator durch Drehen der Haube aus der Aufhängung herausgenommen. Dabei ertönt ein lautes Gefahrensignal. Im Falle eines Einsatzes wird per Knopfdruck über Befehle genau erklärt, wie man ihn einzusetzen hat. Er ist damit selbsterklärend und kinderleicht anzuwenden, wovon sich auch Teile des Ortsbeirat und des TSV-Vorstandes in einer Schulung versichern konnten.

„Jetzt hängt er und ist für alle im Ort zugänglich…“, meinen symbolisch die Personen bei der Einweihung…

…aber -wie anfangs erwähnt- er soll hoffentlich nie zum Einsatz kommen!