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Erbach-Michelstadt aktuell
Ausgabe 38/2026
Berichte (Erbach-Michelstadt)
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Berichte

Wir begleiten Menschen mit komplexen Vermittlungshemmnissen auf dem Weg zurück in Teilhabe und Beschäftigung

Was passiert mit Menschen, die nicht sofort in den Arbeitsmarkt vermittelbar sind? Mit Menschen, die gesundheitliche Einschränkungen haben, unter psychischen Belastungen leiden, von einer Suchterkrankung betroffen sind oder über Jahre den Anschluss an den Arbeitsmarkt verloren haben? Genau mit diesen Menschen arbeitet die Maßnahme Perspektive der InA gGmbH im Auftrag des Kommunalen Job-Centers des Odenwaldkreises.

Dabei geht es vorerst nicht allein um schnelle Vermittlungserfolge, sondern darum, Menschen trotz schwieriger Ausgangslagen wieder an gesellschaftliche Teilhabe, eine verlässliche Tagesstruktur und langfristig an den Arbeitsmarkt heranzuführen.

Die tägliche Arbeit zeigt: Hinter jeder Akte, hinter jeder Statistik und hinter jedem Vermittlungshemmnis steht ein Mensch mit individuellen Fähigkeiten, Erfahrungen und Potenzialen. Gleichzeitig bringen viele Teilnehmende komplexe Herausforderungen mit. „Neben gesundheitlichen und sozialen Belastungen gehören dazu auch Suchterkrankungen, belastende persönliche Lebenssituationen oder eine langjährige Distanz zum Arbeitsmarkt. Häufig sind zunächst Stabilisierung, Vertrauensaufbau und die Entwicklung einer verlässlichen Tagesstruktur erforderlich, bevor überhaupt an eine Arbeitsaufnahme gedacht werden kann“, so Kristina Chelikanova, Maßnahmencoachin der InA gGmbH. Die Maßnahme zeigt immer wieder, dass Entwicklung möglich ist. Nicht jeder Erfolg lässt sich unmittelbar an einer Arbeitsaufnahme messen. Oft sind es zunächst kleine, aber entscheidende Schritte: regelmäßige Terminwahrnehmung, neue soziale Kontakte, mehr Eigenverantwortung oder der Mut, sich wieder auf neue berufliche Perspektiven einzulassen. Gerade diese Fortschritte bilden häufig die Grundlage für eine spätere Integration in Beschäftigung.

„Nicht jeder Mensch startet mit den gleichen Voraussetzungen ins Leben. Umso wichtiger ist die Frage, wie wir diejenigen unterstützen, die schwere gesundheitliche, soziale oder persönliche Herausforderungen bewältigen müssen und heute vor großen Hürden auf dem Weg zurück in Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe stehen“, sagt Michaela Burger, Teamleitung Maßnahmencoaching der InA gGmbH.