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Ausgabe 7/2026
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Bündnis 90/Die Grünen - Hummeln und Erdbienen - warum offener Boden jetzt wichtig ist

 

An warmen Tagen im April summt es wieder im Garten. Hummeln sind oft die ersten, die auffallen. Weniger sichtbar, aber ebenso wichtig, sind die vielen Erdbienen. Sie leben meist unbemerkt im Boden und sind völlig harmlos - selbst in der Nähe von Wegen oder Terrassen.

 

 

Was viele nicht wissen: Nur ein kleiner Teil der Wildbienen nutzt überhaupt die klassischen Nisthilfen, wie sie in Insektenhotels angeboten werden. Der Großteil lebt im Boden. Von rund 460 Wildbienenarten in Deutschland nisten etwa 340 Arten im Erdreich. Sie brauchen lockere, sandige und möglichst trockene Böden, die nicht vollständig von Vegetation bedeckt sind.

Genau solche Flächen fehlen in vielen Gärten. Dichte Rasenflächen, Mulch oder vollständig bepflanzte Beete lassen kaum Raum für Nester. Neben Futtermangel und Pestiziden ist der Verlust geeigneter Nistplätze ein zentraler Grund für den Rückgang vieler Arten.

Hier kann ein sogenanntes Sandarium helfen - eine kleine, bewusst angelegte Fläche mit lockerem, sandigem Boden. Dafür wird an einem sonnigen Standort eine etwa ein bis zwei Quadratmeter große Fläche freigelegt. Ist der Boden sehr lehmig, kann Sand eingearbeitet oder eine dünne Schicht aus Sand und magerer Erde aufgebracht werden. Wichtig ist, die Fläche anschließend nicht zu bepflanzen und möglichst wenig zu betreten.

Schon kleine Bereiche können ausreichen. Oft dauert es nicht lange, bis die ersten Wildbienen solche Plätze entdecken. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anlegen eines Sandariums finden Sie über den QR-Code auf der NABU-Seite (tinyurl.com/3k3ekab2).

 

 

Fazit: Schaffen Sie im Garten bewusst offene, sandige Stellen. Ob als kleines Sandarium oder als unbepflanzte Ecke - oft genügt wenig Fläche, um vielen Wildbienenarten einen dringend benötigten Nistplatz zu bieten.