Das Programm „Förderung strategischer Regionsentwicklungskonzepte“ unterstützt mit 448.000 EUR gemeinsame Projekte. RegioStrat GZ/NU gehört zu den 12 bundesweit geförderten Vorhaben.
Burgau, 6. Mai 2026. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen fördert ab 2026 zwölf neue Projekte im Rahmen des Programms „RegioStrat“. Eines davon, die „Resilienzregion Günzburg/Neu-Ulm“, erhält 448.000 EUR Förderung für die Jahre 2026 bis 2028. Die Regionalmarketing Günzburg GbR stellte den Antrag und erhielt im Januar 2026 den Zuschlag. Am 5. Mai fand die erste Sitzung des begleitenden Lenkungskreises statt.
Krisenbewältigung und Zukunftsgestaltung - das Bundesprogramm unterstützt die Landkreise Günzburg und Neu-Ulm im Strukturwandel und in der Resilienz
Die „Resilienzregion Günzburg/Neu-Ulm“ will im Rahmen des Projekts ihre wirtschaftliche Widerstandskraft stärken. Schwerpunkte sind hierbei eine demografiefeste Arbeitskräftestrategie, digitale Wettbewerbsfähigkeit und der sozial-ökologische Wandel. Die diesen Schwerpunkten zugrundeliegenden Herausforderungen sollen als Chance und letztendlich als Wachstumstreiber begriffen werden. Das Konzept umfasst eine Regionalanalyse, ein gemeinsames Leitbild, priorisierte Maßnahmen und eine Umsetzungsplanung für die nächsten 10-15 Jahre.
Wirtschaftsstrukturanalyse, Unternehmens- und Bürgerbefragung, Leitlinien und Projekte
Was steht konkret an? Nach einem Auftaktgespräch Ende März fand am 5. Mai die erste Sitzung des begleitenden Lenkungskreises statt. Mitglieder sind:
| - | Agentur für Arbeit Donauwörth |
| - | DGB Kreisverband Günzburg |
| - | IHK Schwaben |
| - | Hochschule Neu-Ulm / TTZ Günzburg / TTZ Leipheim |
| - | Kreishandwerkerschaft Günzburg / Neu-Ulm / HWK |
| - | Landkreis Günzburg / Regionalmarketing Günzburg / Areal Digital, Landkreis Neu-Ulm |
| - | Regionalverband Donau-Iller |
Im zweiten Quartal 2026 erfolgt eine Wirtschaftsstrukturanalyse der Landkreise Günzburg und Neu-Ulm. Im zweiten und dritten Quartal 2026 folgt eine Unternehmensbefragung. Diese Analyse liefert Prognosen zu Branchen und Arbeitskräften bis 2035, inklusive Qualifikationsbedarf. Rund 4.000 Unternehmen werden zur Wirtschaftslage und Standortfaktoren befragt, darunter werden auch Themen wie Digitalisierung, Automatisierung, Fachkräfte und Lieferkettenrisiken angesprochen. Die Ergebnisse werden in eine Stärken-Schwächen-Analyse münden, auf deren Basis dann Projekte für die Region entwickelt werden. Ziele sind ein Monitoring- und Fortschreibungssystem sowie ein Strategisches Regionales Entwicklungskonzept (SREK).
Einbindung von Unternehmen und Bürgern sowie Verzahnung mit der Regionalplanung stärken die Region
Landrätin Eva Treu (NU) und Landrat Dr. Hans Reichhart (GZ) begrüßen die gemeinsame Zukunftsstrategie. „Unsere Landkreise bilden eine eng verflochtene Wirtschaftsregion. Das Projekt „RegioStrat“ treibt die Entwicklung einer zukunftsfesten Region voran. Die Auswahl aus 60 Bewerbungen ist ein starkes Signal. Wir wollen die Zusammenarbeit stärken, Potenziale der zukünftigen Herausforderungen heben und Synergien bilden“, so Treu. Landrat Dr. Reichhart sieht ebenfalls große Chancen: „Das Strategische Regionalentwicklungskonzept (SREK), ein gemeinsamer Rahmen im Bereich der Wirtschaftsförderung und ein Umsetzungsplan für die nächsten 10 bis 15 Jahre werden unserer Zusammenarbeit und der Region zugutekommen. Wir wollen die aktuellen Herausforderungen aktiv angehen und deren Chancen nutzen.“