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Staudenbote. Amtliches Mitteilungsblatt
Ausgabe 20/2018
Fischach
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Besuch aus VIMY

BAUER FRANZ - Ankunft und Begrüßung der Gäste

Gastgeber und Gäste (Gruppenfoto)

Herzlich willkommen in Fischach; es lebe VIMY, es lebe unsere Partnerschaft

Bon jour in Fischach, vive la VIMY, vive la Jumelage

EUROPA braucht überzeugte Botschafter – für den Frieden – in Europa – und der Welt!

Dies kann am besten durch Initiativen von unten – aus den Kommunen wachsen. Und Freundschaften sind die stabilsten Pfeiler in den länderübergreifenden Beziehungen.

„Die Welt ist so groß und der Einzelne so klein – aber wenn wir Freunde sind, werden wir Riesen und die anderen so nah“. Dieser stark emotionale Gedanke – geäüßert von Evelyn Nachel,.zog sich wie ein roter Faden durch die Begegnungen im 43. Jahr dieser deutsch-französischen Partnerschaft.

„Wahre Freundschaft ist eine sehr langsam wachsende Pflanze, allerdings entwickelt sie dafür umso mehr Stabilität und Widerstandskraft“. Mit dieser Aussage des 1. Präsidenten der USA vor mehr als 200 Jahren leitete 1. Bürgermeister Peter Ziegelmeier die Begrüßung der Gäste aus der nordfranzösischen Partnerstadt im Foyer der Staudenlandhalle ein. Die Delegation wurde heuer erstmals von VIMY`s Bürgermeister M. Jacques Làriviere und dessen Gattin Valèrie angeführt.

Neben den gastgebenden Familien hatten sich neben 2. + 3. BGM, sowie mehreren Markträten/Innen auch eine Reihe weiterer Bürger versammelt um die Gäste im 43. Jahr der Jumelage herzlich willkommen zu heissen . War es möglicherweise die Neugier auf „gutes Bier und hübsche Mädchen“ die im Vorjahr dem Maire aus dem Departement Nord, Pas- de- Calais , in der Nachbarschaft von Flandern, einem der Hauptkampfgebiete und zahlloser Gemetzel beider Weltkriege, versprochen worden war, so zeigte er sich glücklich über die Wärme mit der alte Bekannte und neue Gesichter in der Staudengemeinde aufgenommen wurden. Das zeigte sich schon gleich zu Beginn, als die Veh-Harfengruppe der Musikschule Fischach, sämtlich in fesche Dirndl gekleidet, aufspielte.

Wichtige Gedenktage , wie das Ende des 2. Weltkrieges am 8.Mai und der Europatag rücken die Bedeutung eines freundschaftlichen Miteinanders ganz besonders in das Bewußtsein. Nicht Abschottung, Gleichgültigkeit, Ausgrenzung und nationaler Egoismus dürfen den Frieden in Europa gefährden. Vielmehr ist eine stetige Erneuerung der partnerschaftlichen Bande wichtiger Pfeiler für das Wachsen von gegenseitigem Verständnis. Die Partnerschaft zwischen den Kommunen und die Freundschaft zwischen den Familien bilden die Basis für den Frieden zwischen den Ländern.

Diese Gedanken waren Grundtenor in den Ansprachen der Vorsitzenden, Klara Rieger vom Freundeskreis Fischach – VIMY. bzw. von Robert Landru, Präsident des Partnerschaftsvereins VIMY.

Die nächsten Tage brachten wieder zahlreiche neue Eindrücke. Gemeinsam wurde Schloss Neuschwanstein- ein Sehnsuchtsort seit langer Zeit – besucht. Bei strahlendem Himmel verfehlte auch das schöne Allgäu nicht seine Wirkung auf die Besucher.

Nachdem am Vormittag gemeinsam das Grab des kürzlich verstorbenen Mitinitiators Hermann Schmid besucht wurde, verbrachten die Gäste den Tag ganz privat bei den Gastgeber-Familien. Ein schon Tradition gewordener Festabend im Traube – Saal mit bayrisch-schwäbischer Folklore beschloß diesen Tag. Die individuellen Erlebnisse dieses Tages dürften auch noch für viel Informationsaustausch und Gesprächsstoff auf der Heimreise gesorgt haben.

Diese wurde am Sonntag nach dem gemeinsamen Besuch eines Gottesdienstes im Festzelt wohlgelaunt angetreten, mit dem Versprechen: Au revoir – auf Wiedersehen -2019 in VIMY!

Das verstohlen versteckte Glitzern in so manchen Augenwinkeln, das man beim gemeinsamen Singen des Liedes „Nehmt Abschied Brüder,,,,“ vor dem abfahrtbereiten Bus verschiedentlich bemerken konnte, zeigte deutlich ,wie tief die Verbundenheit inzwischen gewachsen ist. Eine frohe Hoffnung auf eine dauerhafte Festigung der Partnerschaft und Unterstützung deren Ziele ist daher nicht illusorisch.

Autor: Hannes Ziegler (zijo)