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Staudenbote Amtliches Mitteilungsblatt
Ausgabe 21/2026
Gemeinsamer Teil
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Volkssternwarte Streitheim

Gebietsbetreuerin Nicola Funcke beim Ausbringen der Stäbe für die Braunkehlchen

Sonntag, 21.06.2026 um 14 Uhr (bis 15.30 Uhr)

Vortragsreihe – „Kräuterwissen vom Feinsten“: Ein Nachmittag für die Rose

Die Königin der Düfte wird seit alters her in vielen Kulturen hochgeschätzt und verwendet. Ihr wunderbarer Duft hebt die Stimmung, wirkt harmonisierend, ausgleichend und entspannend. An diesem Nachmittag gibt es Informationen über Symbolik, Inhalts- und Wirkstoffe, gesundheitliche, kulinarische und kosmetische Anwendung. Im anschließenden Workshop stellen wir Feines und Leckeres aus der Rose her.

Treffpunkt: Naturpark-Haus, Seminarraum, Oberschönenfeld

Kosten: 10 € p. P. (zzgl. 3 € Materialkosten)

Bitte mitbringen: ein kleines Schraubglas und ein Schraubglas (Marmeladengröße)

Anmeldeschluss: 19.06.2026

Für jede Veranstaltung ist eine Anmeldung (bis spätestens 2 Tage vorher) unbedingt erforderlich unter der Rufnummer 08238 3001 32 oder per E-Mail anmeldung@naturpark-augsburg.de

Bambusstäbe für seltenen Wiesenvogel

 

Anwohnende und Erholungssuchende bei Diedorf haben vermutlich bereits die Bambusstäbe bemerkt, die seit April fünf Grabenränder zieren. Dies sind keine Grenzmarkierungen, sondern Ansitzwarten für Braunkehlchen, einem seltenen heimischen Wiesenvogel. Der kleine, aufgrund seines Aussehens auch als „Wiesenclown“ bezeichnete Vogel, brütet in offenen, extensiv genutzten, mäßig feuchten Wiesen. Doch dies reicht für die Attraktivität eines Brutplatzes nicht aus – auch die Nahrungsverfügbarkeit sowie das Vorhandensein von Sitzwarten sind relevant. So werden z.B. Hochstauden, Weidezäune oder niedrige Gebüsche als Jagdansitz, Singwarte oder zum Nestanflug genutzt. Aufgrund der Entwässerung und Intensivierung der Grünlandnutzung sowie der Abnahme von natürlichen Ansitzwarten und des Nahrungsangebots ist der „Wiesenclown“ in Bayern vom Aussterben bedroht. Im Schmuttertal war das Braunkehlchen einst als Brutvogel vertreten. Heute kann man es hier nur noch während der Zugzeit beobachten. Mit der Errichtung der Ansitzwarten soll die Attraktivität als Brutplatz erhöht werden. Das Schwarzkehlchen, ebenfalls ein Wiesenbrüter mit ähnlichen Lebensraumansprüchen kehrt bereits ab Mitte März aus den Winterquartieren zurück. Damit es nicht die Sitzwarten beansprucht, werden die Bambusstäbe erst kurz vor Rückkehr der Braunkehlchen in den Wiesen ausgebracht. Bereits Mitte August bricht das Braunkehlchen wieder gen Süden auf und die Stäbe werden über den Winter entfernt.