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Staudenbote Amtliches Mitteilungsblatt
Ausgabe 31/2022
Fischach
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Serenade mit dem Musikverein Fischach

Andreas Thoma, Solist des Musikvereins Fischach und seine „Weinende Trompete“

Bob Sibich freut sich mit den Musikern über eine rundum gelungene Serenade.

Es war ein ungewohnter Ort, zu dem der Musikverein Fischach am Sonntag zur Serenade geladen hatte: Der Platz vor der Staudenlandhalle. So ungewohnt, dass kurz vor Beginn die Sitzordnung total verändert wurde und das doch zahlreiche Publikum im Schatten im unteren Bereich des Areals Platz fand. Die Musiker saßen erhöht und das Vordach der Halle konnte nicht mehr als Schalldeckel fungieren. Für die Akustik, die im Freien stets besondere Anforderungen stellt, kam also eine erneute Schwierigkeit hinzu.

Max Werner begrüßte schließlich die Gäste, er stellte Alina Leutenmayr und Bob Sibich als Dirigenten und Beatrice Pöllmann als Moderatorin des Abends vor. Später sollte noch Christoph Egge am Pult stehen.

Zur Eröffnung des kurzweiligen Abends spielte das Schülerorchester, verstärkt von Mitgliedern der Jugendkapelle drei rockige Stücke. Die Jüngsten intonierten sauber und hörten gut aufeinander. Aufgrund der kleinen Besetzung zeigten sich hier bereits Soloqualitäten.

Den zweiten Teil übernahm die Jugendkapelle. Das tiefe Blech sorgte für eine deutlich gesteigerte Tonfülle und flotte, dynamisch erarbeitete Rhythmen. Die Musik zum Film „Cars“, „Spirit of Music“ und den Dixieland „Flashlights“ hatten die jungen Musiker aufgelegt und Schlagzeug, Tuba, Posaune und Euphonium zeigten souverän ihr Können.

„Let me entertain you“ unterhielt das Publikum so sehr, dass die Füße wippten. Das Große Blasorchester stellte eine weitere Steigerung dar. Als anschließend der Solist Andreas Thoma seine „Weinende Trompete“ – anfangs nur von getragenen Basstönen begleitet – erklingen ließ, hielt das Publikum den Atem an. Scheinbar mühelos erklomm das Instrument strahlende Höhe, blieb aber dabei dennoch weich im Klang.

Nun ging es zurück in die Zeit, als es nur drei Fernsehsender gegeben hatte: Die Musik dieser Tage stammt von Herb Alpert und ein Medley seiner Melodien weckte mit Sicherheit die Erinnerung vieler Zuhörer, die sich vergnügt von den Musikern in die „Vergangenheit“ mitnehmen ließen. Mit Medleys der bekannten Melodien der schwedischen Popgruppe ABBA und der Blues Brothers wurden die Zuhörer bestens unterhalten. Das Orchester zeigte höchste klangliche Homogenität und bewundernswerte Ausdauer. Wieder als Pacemaker sorgten Tubaklänge für den klanglichen Teppich beim „Maxglaner-Reloaded“, der Zugabe. Wie viel Spaß diese Nummer gemacht hatte, zeigte sich an den grinsenden Minen der Musiker wie auch der Zuhörer. Eine gute Stunde mit unterhaltsamer Musik und einem höchst kultivierten Blasorchester. Dankbarer Applaus!