Gemeinsam mit dem Naturparkverein und der Jägervereinigung Schwabmünchen e.V. fand in der Grundschule Fischach-Langenneufnach eine simulierte Rehkitzrettung statt.
Dieses Jahr wurde erneut das Thema Wiese mit dem Schwerpunkt Reh bei den Erstklässlern der Naturpark-Schulen behandelt. In diesem Zusammenhang wurde in den Schulen eine simulierte Rehkitzrettung mit Rehkitzretter Roland Bock, Erster Vorsitzender Jägervereinigung Schwabmünchen e.V. und Drohnenpilot Florian Bock durchgeführt.
Die Kinder lernten, dass die Rehe ihre Kinder von Mai bis Ende Juni zur Welt bringen. In den ersten Wochen liegen die Kitze häufig gut getarnt in Wiesen. Das gefleckte Fell und der nicht vorhandene Eigengeruch schützen das junge Reh besonders erfolgreich gegenüber Feinden. Deswegen ist es auch wichtig, dass die Wiesen vor der Mahd abgesucht werden. Dies übernehmen Rehkitzrettungsvereine oder Jägervereinigungen vor Ort.
Um diese wichtige Aufgabe den Schülerinnen und Schülern der 1. Klasse näherzubringen, fand Mitte Juli eine simulierte Rehkitzrettung statt. Die Aktion ist bereits seit zwei Jahren fester Bestandteil des Pilot-Projekts Naturpark-Schule gemeinsam mit dem Naturparkverein Augsburg – Westliche Wälder.
Um die Rehkitzrettung möglichst echt aussehen zu lassen, wurden zwei Plüschrehe mit einem Wärmekissen versehen. Anschließend erfolgte gemeinsam mit den rund 50 Schülerinnen und Schülern die Suche mithilfe einer Wärmebilddrohne. Nach dem Fund eines versteckten Tieres, welches als weißer Punkt auf dem Drohnenbildschirm zu erkennen ist, begann eine Einweisung per Funkgerät zum Plüschreh.
In der Realität läuft dies wie folgt ab: Mittels der ferngesteuerten Drohne können die Rehkitze frühmorgens entdeckt und aus der Wiese gebracht werden. Um zu verhindern, dass das junge Reh den menschlichen Geruch annimmt, ist es wichtig Handschuhe zu tragen. Denn wenn das Kitz nach Mensch riecht, versorgt die Mutter das Kitz nicht mehr.
Mit viel Freude und Begeisterung nahmen die 1. Klassen an der Veranstaltung teil.