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Staudenbote. Amtliches Mitteilungsblatt
Ausgabe 5/2019
Fischach
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Kolping-Theatergruppe spendet für Orgelsanierung

Martina Graßl (rechts) von der Theatergruppe der Kolpingsfamilie Fischach und Vorsitzende Gabriele Schöner überreichten Pfarrer Sebastian Nößner für die anstehende Orgelsanierung der Pfarrkirche St. Michael einen Betrag in Höhe von 750 Euro.

Ein Teil des Erlöses aus der letzten Aufführung geht an die Pfarrkirche St. Michael. Pfarrer Sebastian Nößner spricht vom „gelebten Miteinander“.

Fischach. „Dem Himmel sei Dank“ hieß die Komödie, die die Theatergruppe der Fischacher Kolpingsfamilie unter der Leitung von Martina Graßl zuletzt mit Wortwitz und Situationskomik unter viel Beifall der Zuschauer aufgeführt hatte. Darin ging es darum, dass ein Pfarrer dringend Geld für die Renovierung der Kirchenorgel benötigte. Dabei versuchte er, die Finanzen mit allen - auch recht eigenartigen - Mitteln aufzutreiben.

Die Theatercrew ging im richtigen Leben einen einfacheren Weg. Da auch die örtliche Pfarrkirche St. Michael dringend einer Orgelsanierung bedarf, spendeten die Mimen dazu nun einen stolzen Betrag. Sie zweigten pro verkaufter Eintrittskarte kurzerhand einen Euro ab und stellten den Betrag für die anstehenden Arbeiten an dem Musikinstrument zur Verfügung. So kamen aufgerundet 750 Euro zusammen.

Der Unterstützungsbetrag wurde nun offiziell von Regisseurin Martina Graßl und der Vorsitzenden der Kolpingsfamilie, Gabriele Schöner, an Pfarrer Sebastian Nößner überreicht. Dieser teilte mit, dass die Orgel einen hohen Verschleißgrad aufweise. Derzeit werde die Ausschreibung der Sanierungsarbeiten vorbereitet, um Angebote einzuholen.

Unterstützung der Kirchengemeinde notwendig

Der Pfarrer schätzte die Sanierung in der kleinsten Ausführung auf rund 200000 Euro. Bei einer vernünftigen Variante rechne er mit Kosten zwischen 300000 und 350000 Euro. Genaueres könne man allerdings erst nach dem Vorliegen der Angebote sagen.

Eins steht allerdings, unabhängig von den Kosten, bereits fest: Von der Diözese Augsburg wird dafür kein Geld fließen. Sie vergibt nämlich zu Neuanschaffungen und Sanierungen von Kirchenorgeln keine Zuschüsse oder Fördermittel. „Wir sind komplett auf die Unterstützung der Pfarrgemeinde angewiesen“, resümierte Nößner. Die Spende der Kolping-Theatergruppe sei deshalb ein wichtiger Beitrag zur Orgelsanierung und demonstriere eindrucksvoll das gelebte Miteinander vor Ort. (spr)