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Amts- und Mitteilungsblatt der Gemeinde Finsing
Ausgabe 1/2021
Nachrichten anderer Stellen und Behörden
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gKu VE München-Ost - VE|MO - Verwaltungsrat legt Budgetrahmen für 2021 fest

16.12.2021. Poing. Mit der Aufstellung des Wirtschaftsplans für das kommende Geschäftsjahr informiert das Unternehmen über die Planungen für kommende Projekte und Entwicklungen und den dafür benötigten Budgetrahmen. Am 16.12.2021 stellt der Vorstand des gemeinsamen Kommunalunternehmens VE|MO seine Pläne für 2021 dem Verwaltungsrat vor.

Auch und gerade in Zeiten von Covid-19 muss die Daseinsvorsorge funktionieren. Verlässliche Wasserver- und Schmutzwasserentsorgung erwarten die Bürgerinnen und Bürger durchgehend. Um dies zu gewährleisten, plant VE|MO daher voraus. Dabei sind über den aktuellen Handlungsrahmen hinaus, künftig absehbare Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu beachten. Dies alles schlägt sich im Wirtschaftsplan nieder, den das Unternehmen jedes Jahr fortschreibt. Er gibt einen Überblick über die kurz- bis mittelfristigen Planungen des Unternehmens. Der vom Verwaltungsrat beschlossene Wirtschaftsplan wird durch folgende Eckpunkte bestimmt:

Wie schon im Wirtschaftsjahr 2020 ist auch in 2021 der Wirtschaftsplan wesentlich von der intensiven Investitionstätigkeit des Unternehmens geprägt. Vorgesehen sind Investitionen im Umfang von insgesamt 17,6 Mio. EURO in die Wasserversorgung und Schmutzwasserentsorgung im Einrichtungsgebiet. Hierbei sind folgende Projekte herauszugreifen:

Um die behördlich festgelegten und erhöhten Reinigungswerte für das Schmutzwasser weiterhin einzuhalten, ist es notwendig in moderne Technik zu investieren. Die derzeitigen Maßnahmen zur Erweiterung der Ausbaugröße der Kläranlage auf 200.000 Einwohnerwerte sind im vollen Gange. Weitere Planungen zur Reduzierung von Mikroplastik sowie die Reduzierung von anthropogenen Spurenstoffen (Medikamentenrückständen) sind im Wirtschaftsplan 2021 und folgende aufgenommen. Auch eine externe thermische Verwertung mit gleichzeitiger Phosphorrückgewinnung des Klärschlamms ist dabei berücksichtigt.

Hinzu kommt die Instandhaltung, Erneuerung sowie der weitere Ausbau des Kanalnetzes.

Um die wachsende Zahl von Anschlussnehmern auch in Zukunft in gewohnter Qualität zu versorgen, muss ein zusätzlicher Brunnen erschlossen werden. In 2020 wurde ein Grundstückskauf getätigt. Bevor der Brunnen Trinkwasser liefert, sind diverse Genehmigungsschritte, Analysen, die Ausweisung und Einrichtung von Wasserschutzzonen und letztendlich die Baumaßnahme selbst durchzuführen. Die hierzu erforderlichen Investitionen verteilen sich somit auf mehrere Jahre.

Ein weiterer Teil der Investitionen fließt in den Ausbau der Versorgungssicherheit, durch den Bau von redundanten Leitungen an neuralgischen Punkten des Trinkwasserleitungsnetzes. Dies verbessert sowohl die Betriebssicherheit und erleichtert auch die Abwicklung von Instandhaltungsmaßnahmen ohne Versorgungsunterbrechung.

Die veranschlagten Investitionen sollen durch Eigenmittel und ergänzend durch Fremdkapital i.H.v. 12 Mio. EURO abgedeckt werden. Diese Investitionen sichern nicht nur die qualitative Ver- und Entsorgung, sondern tragen auch zur regionalen Wertschöpfung und zur umweltschonenden Betriebsweise bei.

Der Wirtschaftsplan für 2021 sieht für das Gesamtunternehmen nach Steuern einen Gewinn i.H.v. rund 338 TEURO vor. Dabei werden die Gesamteinnahmen mit 23,8 Mio. EURO geplant, wovon 17,8 Mio. EURO aus den Umsatzerlösen fließen. Das sind ca. 250 TEURO höhere Erlöse als in 2020 geplant. Den Einnahmen steht ein betrieblicher Gesamtaufwand i.H.v. 22,4 Mio.EURO gegenüber. Die wesentlichen Blöcke sind der Materialaufwand – für das Gesamtunternehmen werden hier 7,5 Mio. EURO geplant -, die Abschreibungen i.H.V. 7,2 Mio. EURO sowie die Personal- und Sozialleistungen i.H.v. knapp 7 Mio. EURO. Die jeweils moderaten Steigerungen sind Folge der erhöhten Investitionstätigkeit und des damit verbundenen Wachstums des Unternehmens.

Die geplanten Einnahmen für 2021 berücksichtigen bereits die Ergebnisse der aktuellen Beitrags- und Gebührenkalkulation. Diese hat gemäß den gesetzlichen Vorschriften, maßgeblich dem Bayerischen Kommunalabgabengesetz turnusmäßig alle vier Jahre zu erfolgen.

Bei den Beiträgen wird keine Anpassung aufgrund der in 2020 durchgeführten Kalkulation erforderlich. Bei den Gebühren jedoch sind Anpassungen durchzuführen. So sinkt die aktuelle Verbrauchsgebühr beim Trinkwasser von bisher 1,28 €/m3 netto auf 1,21 €/m³ netto.

Beim Schmutzwasser kommt es zu einer leichten Anhebung der Gebühr von bisher 2,14 €/m3 auf 2,27 €/m³.

Die neuen Gebührensätze sind im Rahmen der Kalkulation vom Verwaltungsrat beschlossen und werden ab dem 01.01.2021 gelten.