v.l.: Hermann Ecker, Helmut Hofer, Rudolf Ringler, Sepp Parzinger, Michaela Eder, Thomas Oberpriller, Josef Egger, Peter Mayer
Unter dem Motto: „Vorsorge statt Nachsorge - das ist soziale Politik für Siegsdorf“ traf sich der SPD Ortsverein mit SPD Kreistagsspitzenkandidat Sepp Parzinger, um sich ein Bild von der Situation am Schweinbach in Traundorf zu machen und die dortige Hochwasserproblematik zu erörtern. Im Zentrum des Termins standen die zunehmenden Gefahren durch Starkregenereignisse und die daraus resultierenden Forderungen an die Kommunalpolitik.
Problematik nicht nur am Schweinbach, sondern im gesamten Gemeindegebiet.
Hermann Ecker schilderte vor Ort die Erlebnisse der vergangenen Jahre. Er berichtete, dass sich das Wasser bei Starkregen bereits mehrfach am Bahndamm aufgestaut habe. Dies habe dazu geführt, dass anliegende Grundstücke überschwemmt worden seien, bevor sich die Wassermassen einen Weg durch den Damm gebahnt und dabei die Gleise unterspült hätten. Ecker berichtete, dass jedes Mal erhebliche Schäden entstanden seien und man dringend eine Lösung benötige, bevor das nächste Extremwetterereignis eintrete.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass Traundorf kein Einzelfall ist. Auch in Haunerting am Spitzacker, in Eisenärzt oder am Gerhartsreiter Graben zeige sich die Gefährdung. Durch die Lage an der Traun sei die gesamte Gemeinde Siegsdorf massiv von den immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen betroffen.
Forderungen nach ganzheitlichen Schutzkonzepten
Die Siegsdorfer SPD-Gemeinderäte betonten die Notwendigkeit eines vorbeugenden Hochwasserschutzes. Gemeinderat Josef Egger erklärte, dass Prävention absolut unumgänglich sei. Er gab zu bedenken, dass Einsparungen in diesem Bereich im Ernstfall das Zehnfache an Folgekosten verursachen könnten. Der Schutz dürfe nicht erst beginnen, wenn die Keller bereits vollgelaufen seien.
Michaela Eder ergänzte: „Wir wollen nicht warten, bis der nächste Starkregen kommt. Für uns als SPD in Siegsdorf ist klar, dass wir eine Politik brauchen, die heute investiert, damit wir morgen gewappnet sind. Wir können das Wetter nicht ändern, aber wir können entscheiden, wie gut wir darauf vorbereitet sind.“
In diesem Zusammenhang forderte der Ortsverein ein detailliertes kommunales Sturzflut-Risikomanagement, da die Gefahr oft nicht nur von großen Flüssen, sondern auch von kleinen Gräben und Bächen ausgeht.
Interkommunale Zusammenarbeit
Ein zentraler Aspekt der Diskussion war die Erkenntnis, dass Hochwasserschutz eine gemeindeübergreifende Aufgabe darstellt. Sepp Parzinger unterstrich, dass der Schutz nicht an den Gemeindegrenzen aufhören dürfe. Er forderte eine massive Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit sowie Solidarität unter allen Anliegergemeinden entlang der Traun.
Unterstützung der Rettungskräfte
Abschließend kam die Sprache auf die Rolle der Feuerwehren. Die SPD sprach sich dafür aus, die technische Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren in allen Ortsteilen weiterhin auf höchstem Niveau zu halten. Das Ziel müsse stets sein, durch konsequente Vorsorge Sicherheit zu schaffen, statt lediglich Schadensbegrenzung zu betreiben.