vor 18 Jahren wurde ich, für mich sehr überraschend, schon im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt und bin mit viel Respekt an diese Aufgabe herangegangen. Waren doch die Fußstapfen groß, denen ich folgen wollte. Mein Respekt vor der Aufgabe und dem Amt hat sich gelegt. Mein Respekt vor der Leistung meines Vorgängers, unseres Ehrenbürgers Franz Maier, ist mit jedem Tag gewachsen!
Ich bin meinen eigenen Weg gegangen und das war wohl auch richtig so. Warum hättet ihr mir sonst weitere zwei Male bei den Wahlen euer Vertrauen geschenkt? Natürlich habe ich eine gute Ausbildung mitgebracht, die mir geholfen hat, das Amt auszufüllen und die Aufgaben zu meistern, aber rückblickend möchte ich festhalten, dass man zu allererst die Menschen mögen muss, wenn man am Ende auch Erfolg haben will. Heute kann ich für mich sagen, dass die Begegnungen mit euch eine große Bereicherung und das Schönste an diesem Amt sind und waren. Wer hat schon das Glück, das von seinem Beruf zu behaupten? Es war eine schöne Zeit mit euch und ich schaue dankbar darauf zurück!
Nach 18 Jahren ist der Zeitpunkt gekommen, mich von euch als Bürgermeister aus dem Amt zu verabschieden und die Verantwortung in jüngere Hände zu geben.
Es war mir immer eine große Ehre und Freude, unsere Gemeinde gemeinsam mit euch zu gestalten und dafür die Verantwortung zu tragen. Letzteres hat sich für mich nie wie eine Last angefühlt.
Vieles ist, denke ich, gelungen, manches nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe, aber das ist das Leben.
Ich blicke dankbar zurück auf viele gemeinsame Projekte, schwierige Entscheidungen, harte Diskussionen und auf zahlreiche Momente, die uns als Gemeinschaft gestärkt haben. Und gerade in schwierigen Momenten war dieses Miteinander gut zu spüren. Danke dafür!
Besonders stolz bin ich auf das, was wir zusammen erreicht haben — und davon könnte ich an dieser Stelle Vieles aufzählen.
Mein Dank gilt insbesondere
Ich übergebe am 1. Mai eine Gemeinde, die gut bestellt ist und alles Potential dazu hat, sich auch in Zukunft weiter positiv zu entwickeln.
Ich sage ganz bewusst nicht „zu wachsen", denn ständiges Wachstum einer Gemeinde tut uns allen nicht nur gut. Entwickeln wir uns weiter, getragen von Engagement, gegenseitigem Respekt und Verantwortungsbewusstsein.
Bitte bleibt neugierig, bleibt kritisch und vor allem, bleibt beteiligt und zuversichtlich!
Ich wünsche euch persönlich und unserer Gemeinde alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft.
Dem neuen Bürgermeister Christian Scheck und seinem Gemeinderat wünsche ich eine glückliche Hand und ein gutes Miteinander. Mitgeben möchte ich ihnen einen Satz von Theodore Roosevelt:
"Vergleich ist der Dieb der Freude." Vergleicht euch nicht mit Anderen, jeder – auch unsere Gemeinde - ist einzigartig!
Das war´s, servus!