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Bürger-Nachrichten
Ausgabe 1/2026
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Aktuelles

Eine wissenschaftliche Arbeit, die sich mit einem dunklen Kapitel der Konradsreuther Heimatgeschichte beschäftigt, überreichte Jonas Stelzer, der derzeit in Erlangen Medizin studiert der Gemeinde Konradsreuth. „Auf den Spuren der NS-Euthanasie in Konradsreuth“ – so der Titel der Arbeit erforschte er, dass während der Nazi-Zeit mindestens fünf psychisch beeinträchtige oder geistig behinderte Menschen in sogenannten „Heil- und Pflegeanstalten“ ermordet und eingeäschert wurden, während man den Hinterbliebenen in Konradsreuth vortäuschte, diese seien an Krankheiten gestorben. Die Urnen wurden nach Konradsreuth überführt und wurden mehr oder weniger heimlich und ohne großes Aufsehen auf dem Friedhof beigesetzt. Allerdings fand er auch heraus, dass es einer Familie gelungen war, ihr körperbehindertes Mädchen zu verstecken und zu behüten.

Der Aufsatz entstand im Rahmen eines W-Seminars und wurde aufgrund seiner hervorragenden wissenschaftlichen Qualität in den 14 Band der „Miscellanea curiensia“ – so nennt der Nordoberfränkische Verein für Natur-, Geschichts-, und Landeskunde Hof, besser bekannt als Langnamenverein, seine unregelmäßig erscheinenden Sammelbände, aufgenommen.

Auf die Frage, wie er dazu gekommen sei, sich mit diesem anspruchsvollen Thema auseinandersetzen meinte er: „Ich bin hier aufgewaschen, Konradsreuth ist meine Heimat und deshalb interessiere ich mich für alles was hier passiert und auch für das das, was sich in der Vergangenheit ereignet hat.“