Am Freitag Abend kommt Josef von Arimathäa, ein reicher Mann in Jerusalem, nach Hause. Seine Frau fragt, wie der Tag war. „Heute war was los, sage ich dir. Sie haben einige Verurteilte gekreuzigt. Für einen von ihnen habe ich mein Grab zur Verfügung gestellt und ihn gleich hingebracht, damit das vor dem Sabbat erledigt ist.“ – „Wie“, schimpft seine Frau, „du kannst doch nicht einen andern in dein Grab legen! Wo willst du denn mal begraben sein?“ – „Mach dir keinen Kopf“, antwortet der Mann, „er braucht’s nur übers Wochenende!“
Freilich, der Dialog ist frei erfunden. Aber sonst: Jesus war tot. Die römischen Soldaten haben das überprüft, und die verstanden ihr Handwerk. Er war begraben. Da sind die historischen Quellen recht eindeutig. Und er ist auferstanden. Das haben nach und nach immer mehr Menschen bezeugt, die ihm begegnet sind. Nur so konnten seine Anhänger die Kraft und den Mut gewinnen, andern von ihm zu erzählen – eine Erzählung, die sich sehr schnell in der ganzen Welt verbreitete, die die Welt veränderte und die wir bis heute weitererzählen. Wie übrigens auch bis heute Menschen das bezeugen, dass sie persönlich dem Auferstandenen begegnet sind.
Übers Wochenende wurde die Welt eine andere. Weil Jesus, der Heiland und Erlöser, Sünde und Tod besiegt hat. Das feiern wir als Christinnen und Christen. Davon leben wir. Nicht nur am Wochenende. Sondern Tag für Tag.