Hammerklopfen, Sandsteinstaub und viele Gespräche unter freiem Himmel: Am ersten Maiwochenende wurde der Kunstplatz in Bad König wieder zu einem Ort, an dem gemeinsam gearbeitet, erzählt und kreativ gedacht wurde. Vom 1. bis 3. Mai trafen sich dort sieben Künstler aus ganz Deutschland, um Sandstein zu bearbeiten und Skulpturen entstehen zu lassen.
Zwischen dem städtischen Bauhof und dem Sportplatz des TSG Bad König entwickelte sich dabei eine besondere Atmosphäre. Besucher konnten beobachten, wie aus schweren Steinblöcken Schritt für Schritt Figuren und Formen entstanden. Gleichzeitig lud der Platz dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.
Den Abschluss des Wochenendes bildete am Sonntag ein offenes Künstlerpicknick. Menschen aus dem Odenwaldkreis, dem Rhein-Main-Gebiet und dem Rhein-Neckar-Kreis kamen zusammen, brachten Kuchen, Musik, Bilder oder einfach Neugier mit. Zwischen Skulpturen, Malerei und kleinen Objekten wurde geschaut, gelacht, musiziert und gemeinsam gegessen.
Wer heute über den Kunstplatz läuft, entdeckt dort nicht nur die neuen Arbeiten, sondern auch zahlreiche Sandsteinskulpturen aus vergangenen Jahren. Rund um den Platz und am nahegelegenen See ist so nach und nach ein besonderer Ort entstanden, der zeigt, welches Potenzial Bad König für Kunst und kulturelle Begegnungen bietet.
Die Idee dahinter ist einfach: einen offenen Treffpunkt schaffen für Menschen, die sich für Kunst interessieren- egal ob Bildhauerei, Malerei oder Musik. Initiiert wurde das Wochenende damals zum ersten Mal von Marianne und Paul August Wagner, einem Künstlerehepaar aus Breuberg, ihrer Tochter Sabine Wagner sowie befreundeten Künstlern. Bereits vor rund zehn Jahren begann alles mit einem ersten Bildhauersymposium. Seitdem kommen immer wieder neue Menschen dazu, die diese Idee von gemeinsamem Arbeiten und kreativem Austausch weitertragen. Der Kunstplatz zeigt damit, dass Kunst nicht viel braucht- nur Menschen, die bereit sind, etwas gemeinsam entstehen zu lassen. "