Am 15.06.2026 besuchte die 7. Klasse der Carl-Weyprecht-Schule mit ihrer Klassenlehrerin Isabell Knierim und der Sozialpädagogin Hanna Kunkelmann das Heimatmuseum Bad König, um sich über den berühmten Forscher und Entdecker und Sohn der Kurstadt intensiver zu informieren. Eingefädelt hatte diesen Besuch im Rahmen eines Wandertages Walter Hoffmann bei der Wiedereröffnung des umgestalteten Heimatmuseums am 11.4.2026.
Die äußerst disziplinierten und wissbegierigen Schülerinnen und Schüler waren von der Carl-Weyprecht-Schule aus gestartet, streckenweise dem gleichnamigen Wanderweg folgend, hatten, mit Arbeitsaufträgen ausgestattet, den Weyprecht-Tempel besucht und anschließend das Familiengrab der Familie auf dem Bad Königer Friedhof. Der dritte und letzte Punkt der Exkursion sollte das Heimatmuseum im Alten Schloss mit seiner neu gestalteten Weyprecht-Insel sein. In einem ersten Gespräch mit Heidi Hoffmann teilten die Schülerinnen und Schüler ihre Erkundungsergebnisse und Eindrücke mit. Anschließend erfuhren sie von Heidi und Walter Hoffmann Details der spannenden Biografie Weyprechts und seines bereits in früher Kindheit vorhandenen Wissens- und Forschungsdrangs sowie historische Hintergründe seiner Marinezeit im Dienst der K- und K-Monarchie Österreich-Ungarn, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts nach England die größte Flotte besaß. Eine filmische Sequenz über die Eispressung der Admiral Tegetthoff während der Expedition 1872–1874 im Nordpolarmeer und der Entdeckung Kaiser-Franz-Josef-Landes unterstützte die Informationen und erzeugte durchaus eine emotionale Wahrnehmung bei den Schülerinnen und Schülern.
Die gelungene Veranstaltung zeigte allen Beteiligten, auch dank der sehr gut von ihrer Klassenlehrerin vorbereiteten und geleiteten Klasse, dass es sehr wohl auch heute möglich ist, mit dem notwendigen Engagement jungen Menschen historische Stoffe und Themen nahe zu bringen und so zu einer Identifikation mit der näheren Heimat beizutragen, erst recht, wenn es sich um Carl Weyprecht als Forscherkapazität handelt, der für die heutige Polarforschung nicht nur Schrittmacher war, sondern mit seinem internationalen Ansatz auch fast 150 Jahre nach seinem Tode immer noch bedeutend ist.