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Bad Königer Stadtnachrichten und Badeblatt
Ausgabe 43/2024
Kirchliche Nachrichten
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Kurseelsorge

Was war das für ein schöner Tag. Blauer Himmel. Der Sonnenschein fing sich im herrlich leuchtenden und wunderbar bunten Herbstlaub. Das Gras auf den Wiesen hatte ein saftiges Grün. Dort hinten leuchtete sogar noch einmal ein gelbes Rapsfeld auf – nicht ganz so intensiv wie im Frühsommer, aber immerhin. Ich genoss die Bilder. Und ich merkte: Das tut meiner Seele gut!

Nun gehöre ich zu den Menschen, die die Natur gerne auch als Schöpfung betrachten. Und ich meine, dass dahinter ein Schöpfer steht. Und dass der sich etwas gedacht hat zum Beispiel bei diesen herrlichen Farben. Vielleicht ja einfach, dass er der menschlichen Seele etwas Gutes tun wollte.

Und so fing ich an zu danken für all die farbenfrohe Schönheit vor meinen Augen. Fing an zu beten und Gott zu sagen, dass ich mich darüber freue. Und weil ich schon dabei war, fiel mir noch mehr ein, wofür ich ihm danken konnte. Das gute Gespräch heute morgen. Und dass ich in der Nacht endlich besser schlafen konnte. Auch für das Kruzifix, das dahinten zu sehen war und das mich an Gottes größtes Geschenk erinnerte. An Jesus. Seinen Sohn, den ich meinen Heiland und Erlöser nenne. Und bald merkte ich: Auch das Danken tut meiner Seele gut. Ich wurde zunehmend fröhlicher. Entspannter. Ruhiger. Und noch dankbarer!

Vielleicht kennen Sie solche Tage. Vielleicht können Sie sie auch entdecken, wenn Sie mit offenen Augen – auch mit offenen Augen des Herzens – durchs Leben gehen. Ich wünsche Ihnen jedenfalls solche Tage, an denen Gott Ihrer Seele Gutes tut. Tage, an deren Ende Sie dankbar sagen können: Danke, Gott! Was war das für ein schöner Tag!

Martin Hecker, Pfr.