Wird man aus Fehlern klug?
Da war er, der Fehler. Ganz in der Eile des Alltagsstresses hatte ich eine Liste für Einzelgespräche angefertigt. Die Termine waren schnell gefunden, und das Erstellen der Liste geht fast von selbst. - Dachte ich! Alle Termine in der Farbe Rot, die mit „E“ anfangen, müssen nur nacheinander in einer Tabelle dargestellt werden. Erst später, als die Teilnehmer sich eintragen sollten, fiel er auf. Ein Termin in roter Farbe mit dem Anfangsbuchstaben „E“ wurde als Fehlerteufel entlarvt. „E“ wie Elternabend fängt auch mit „E“ an und ist ein wichtiger – roter – Termin. Wie gut, dass jemand mich auf den Fehler hingewiesen hat. Es war nur ein Terminfehler. Aber irgendwie ärgerte er mich schon. Und dieser Ärger ist um so ärgerlicher, als er mich auf meinen Hang zum Perfektionismus hinweist.
Die Fastenzeit kann eine Zeit sein, über die eigenen kleinen Fehler nachzudenken. – Bei mir ist es der Hang zum Perfektionismus, bei jemand anderen die „Frustschokolade“. Wenn wir nachdenken, fällt uns der eine oder andere Fehler ein.
Aus Fehlern wird man klug – so lautet ein Sprichwort. Doch aus dem Fehler soll man etwas lernen und beim nächsten Mal besser machen. Wer nur Fehler macht ist dumm.
Ich versuche aus meinem Fehler zu lernen, und lasse meinen Hang zum Perfektionismus in der Schublade. Vielleicht kann ich dann beim nächsten Fehler im Stillen darüber lächeln.