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Unterzent aktuell Wochenzeitung für Höchst und Lützelbach
Ausgabe 10/2026
Kirchliche Nachrichten
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Berichte

Besprechen, wie es weitergeht: Kirchenvorstandsvorsitzender Jürgen Paul (Mitte) mit den Michelstädter Handwerkern Holger (links) und Marvin Lehr, die auch das markante große Kruzifix für die Bauarbeiten im Inneren der Höchster Kirche abgenommen haben. - Foto: Bernhard Bergmann

Höchst. Zunächst sollten es ja nur ein paar „Schönheitsoperationen“ im Inneren des Gotteshauses werden, erklärt Jürgen Paul, der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Kirchengemeinde Höchst. Große Baumaßnahmen hatte es vor ein paar Jahren am Turm, im Dachstuhl und an der Außenfassade gegeben. Aber nun ist noch einiges mehr geplant, immerhin hatte die letzte umfassende Sanierung im Gebäudeinneren bereits 1968 stattgefunden. Die Erneuerung der Elektroinstallation steht ganz oben auf der Liste. Modernisiert werden auch Heizung, Akustik und die Beleuchtung des Kirchenraums. Bessere Belüftung soll Schimmel vorbeugen.

Putz und Anstrich werden ebenfalls erneuert: Die für die Maßnahmen verantwortliche Architektin Gesine Stöcker (Michelstadt) hatte drei verschiedene mögliche Farbfassungen entworfen, von denen sich der Kirchenvorstand für eine relativ „schlichte“ Variante entschieden hat, wie Jürgen Paul sie nennt.

Verschwinden werden außerdem die Bänke unter der Orgelempore; dort wird eine Art Lagerraum entstehen. „Und die Stufe um den Altar wird auch entfernt“, erklärt Jürgen Paul. Das werde für mehr Sicherheit und Barrierefreiheit sorgen und der Raum sei dann besser nutzbar.

Und nicht zuletzt werden auch die Fenster ausgetauscht, wobei das insofern etwas komplizierter ist, als hier auch Asbest mit verbaut worden war.

Begonnen haben die Arbeiten vor wenigen Wochen. Zunächst wurden die Bänke ausgebaut und werden in einer Scheune im Ort zwischengelagert. Sicher ist, dass die Kirche in diesem Jahr nicht zur Verfügung steht, die Konfirmation wird in Sandbach stattfinden. „Anberaumt für die Bauarbeiten ist ein Jahr“, so Paul, „schön wäre natürlich, wenn wir Weihnachten schon wieder in unserer Kirche feiern könnten“.

Gut 1,2 Millionen Euro sind für die Arbeiten veranschlagt. Normalerweise trägt die Landeskirche 65 Prozent davon, wegen der Heizungserneuerung, die gefördert wird, sind es 80 Prozent, was die Kirchengemeinde angesichts solcher Beträge natürlich freut. 20 Prozent muss sie selbst übernehmen, wofür sie auch auf Spenden angewiesen ist.

Zumal eine Orgelsanierung dann auch noch folgen soll, die in diesen Kosten nicht enthalten ist. Zum einen ist das ohnehin mal wieder fällig, zum anderen wäre eine Reinigung der „Königin der Instrumente“ nach den Arbeiten auf jeden Fall nötig.

Bernhard Bergmann