1. Bürgermeister Daniel Kleinheinz mit Oberst Hans-Jürgen Neubauer (Leiter des BAIUDBw Kompetenzzentrum Baumanagement in München)
Auf Einladung des Leiters der Bayerischen Staatskanzlei und Staatsministers für Bundesangelegenheiten und Medien, Dr. Florian Herrmann, nahm Bürgermeister Daniel Kleinheinz am 20. Mai 2026 in München an der Veranstaltung „Aufwuchs der Bundeswehr in Bayern – Standort-Dialog Phase 2“ teil.
Eingeladen waren insbesondere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bayerischer Kommunen mit Bundeswehrstandorten, die vom geplanten Aufwuchs der Bundeswehr sowie den Auswirkungen des Moratoriums betroffen sind.
Die Veranstaltung wurde durch Staatsminister Dr. Florian Herrmann eröffnet. Von Seiten des Bundesministeriums der Verteidigung begrüßte zudem Herr Staatssekretär Nils Hilmer die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Weitere Grußworte und Impulse kamen vom Bayerischen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, sowie vom Vorsitzenden des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses des Bayerischen Städtetages und Oberbürgermeister der Stadt Erding, Max Gotz.
Im fachlichen Teil der Veranstaltung informierte Herr Dr. Alexander Götz (BMVg - Abteilungsleiter Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen) über die Herausforderungen des geplanten Truppenaufwuchses der Bundeswehr. Dabei wurden unter anderem die vorgesehenen Entwicklungen bei Truppenstärken, Infrastrukturmaßnahmen, Unterkunftsbedarf und Bauprojekten erläutert. Besonders deutlich wurde, welche umfangreichen Abstimmungsprozesse zwischen Bund, Ländern, Bundeswehr und Kommunen notwendig sind.
Anschließend berichtete Herr Oberst Hans-Jürgen Neubauer (Leiter des BAIUDBw Kompetenzzentrum Baumanagement in München) über die bereits durchgeführten Standort-Dialoge in anderen Kommunen sowie über den weiteren Ablauf der Gespräche mit den betroffenen Standorten.
Für den Markt Wildflecken wurde dabei zugesagt, dass der offizielle Standort-Dialog im zweiten Halbjahr 2026 vor Ort stattfinden soll. Bürgermeister Daniel Kleinheinz nutzte die Gelegenheit, um die besondere Rolle Wildfleckens als traditionsreiche Garnisonsgemeinde hervorzuheben und auf die bereits seit vielen Jahren bestehenden Herausforderungen im Bereich Konversion und Flächenentwicklung hinzuweisen.
Nach dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte sowie der Aufgabe der ehemaligen Bundeswehrkaserne in Oberwildflecken hatte der Markt Wildflecken umfangreiche Konversionsaufgaben übernommen, welche heute noch nicht abgeschlossen sind. Die frühere Kasernenliegenschaft wurde in den vergangenen Jahren zu einem Gewerbegebiet entwickelt. Dabei kamen Fördermittel aus der Städtebauförderung sowie insbesondere aus dem Konversionsmanagement von Bund und Freistaat Bayern zum Einsatz.
Auch aktuell befindet sich der Markt Wildflecken in engem Austausch mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Zuletzt wurden unter anderem die ehemalige Bahnverladerampe sowie die sogenannte „Rote Brücke“ übernommen. Weitere Verkehrsflächen, Wohnhäuser und Freiflächen stehen ebenfalls im Fokus laufender Gespräche zwischen Marktgemeinde und BImA.
Darüber hinaus spielen auch infrastrukturelle Themen eine zentrale Rolle im Austausch mit Bundeswehr und Bundeseinrichtungen. Bürgermeister Daniel Kleinheinz verwies insbesondere auf den geplanten Neubau der Kläranlage sowie auf die Wasserversorgung des Ortsteils Oberwildflecken, die über die Bundeswehr erfolgt. Gerade diese Themen machen einen intensiven und frühzeitigen Austausch zwischen Kommune, Bundeswehr, BAIUDBw und BImA erforderlich.
Am Rande der Veranstaltung führte Bürgermeister Daniel Kleinheinz zudem Gespräche mit der Regierungspräsidentin von Unterfranken, Frau Dr. Susanne Weizendörfer. Diese betonte die Bedeutung, die offenen Fragestellungen und die oftmals komplexen Abstimmungsprozesse mit der BImA frühzeitig und offen anzusprechen.
Weitere Gespräche fanden mit Frau Dorothee Martin (Vorstandsmitglied der BImA) statt. Dabei wurden insbesondere die aktuellen Herausforderungen des Marktes Wildflecken im Zusammenhang mit Bundesliegenschaften und Flächenentwicklungen thematisiert.
Bürgermeister Daniel Kleinheinz kündigte an, diese Themen auch bei einem weiteren Termin der BImA im Juni in Berlin vertiefen zu wollen, um den Austausch und die Zusammenarbeit weiter auszubauen.
Abschließend betonte Kleinheinz, dass der Standort Wildflecken sicherlich auch künftig eine wichtige Rolle innerhalb der Bundeswehrstruktur einnehmen werde. Die aktuell vom Moratorium betroffenen Flächen seien nach derzeitiger Bewertung für die Entwicklung des Marktes Wildflecken nicht kritisch einzuschätzen.
Weitere konkrete Fragestellungen sollen im Rahmen des offiziellen Standort-Dialogs im zweiten Halbjahr 2026 gemeinsam mit der Bundeswehr und dem Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) vor Ort im Markt Wildflecken erörtert werden.