Liebe Seniorinnen und Senioren,
in unserer nächsten Veranstaltung wollen wir unsere Vergangenheit wieder aufleben lassen.
Die ältere Generation kann sich noch erinnern, wie werktags schon früh am Morgen das Leben in der Bahnhofstraße begann. Wie sich Fußgänger und Radfahrer ortsauswärts in Richtung „Stegmiehl“ über das „Roure Bückelche“ aufmachten. Die Ersten, die rechtzeitig zu ihren Arbeitsstätten nach Darmstadt gelangen wollten, schon um 5 Uhr, später dann die Schüler, die nach Groß-Bieberau ins Gymnasium oder in ihre Berufsschulen nach Darmstadt und Dieburg wollten. Alle hatten als Ziel den Bahnhof „Fränkisch-Crumbach/Nieder-Kainsbach“. An den Fahrrädern, die teilweise ordnungsgemäß auf den Radständern im Bahnhof abgestellt waren, oder einfach am Zaun der Gaststätte „Eckerts-Martha“ lagen, konnte man sehen, wer rechtzeitig dort angekommen war.
Dann kam es heran! Pfeifend und zischend näherte sich das dampfende Ungeheuer aus Richtung Gersprenz. Nicht schnell, aber laut, das „Odenwälder Lieschen“! Das einzige öffentliche Verkehrsmittel im Gersprenztal. Das schwarze Gefährt und auch der rote Triebwagen, die durch das Gersprenztal bis nach Reinheim entlang der schmalen Bundesstraße rollten, waren so pünktlich, dass Anwohner sogar die Uhr danach stellen konnten.
Ab wann, warum und wie das alles rund um das „Lieschen“ funktionierte, und warum es heute spurlos verschwunden ist, das will uns am Mittwoch, den 18. März 2026 um 14.00 Uhr im Evangelischen Gemeindesaal, der Zeitzeuge und Buchautor Hans-Peter Trautmann, der heute noch im alten Bahnhof in Beerfurth wohnt, in seinem Vortrag, untermalt mit alten Bildern, erzählen.
Wir sind gespannt und freuen uns auf den unterhaltsamen Nachmittag mit zahlreichen Gästen.