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Fränkisch-Crumbacher Nachrichten
Ausgabe 13/2023
Vereine und Verbände
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Protokoll der Jahreshauptversammlung 2023 des NABU Fränkisch-Crumbach

Die am 10.03.2023 stattfindende Jahreshauptversammlung wurde um 19:10 Uhr von der Ortsgruppenvorsitzenden Martina Limprecht eröffnet. Die anwesenden Mitglieder und Gäste wurden begrüßt und die Beschlussfähigkeit wurde festgestellt.

Die Einladung der NABU-Mitglieder und Gäste erfolgte fristgerecht im Ortsblatt mit gleichzeitiger Veröffentlichung der Tagesordnung:

1.

Bericht der 1. Vorsitzenden und der Rechnerin

2.

Bericht der Kassenprüfer

3.

Aussprache zu den Punkten 1. und 2.

4.

Entlastung des Vorstandes

5.

Wahl neue/r Kassenprüfer/in

6.

Erfordernis einer Satzungsneufassung; Beschluss der Jahreshauptversammlung zur neuen Satzung

7.

Behandlung von Anträgen

8.

Verschiedenes

Die Vorstandssitzungen fanden in 2022 regelmäßig statt und die angebotenen öffentlichen Veranstaltungen hatten eine gute Resonanz, so die Vorsitzende.

Über 20 interessierte Personen registrierten während der Vogelstimmenwanderung 66 Vogelarten. Die Dezember-Wanderung nach Kailbach bot schöne Naturerlebnisse und die Weihnachtsfeier am Lagerfeuer auf dem Grundstück der Familie Bokler war toll.

Die Ansiedlung des Bibers und die Entwicklung des Biberteichs ist laut der ersten Vorsitzenden durch eine sehr gute Zusammenarbeit von NABU und der Gemeinde flankiert. Kommunal Unterstützung durch das Anbringen von Warnschildern oder die Finanzierung der Fällung abgestorbener Erlen war gegeben. Das neue Biotop wurde sogar durch Beiträge in der Presse und im Fernsehen in der Bevölkerung bekannt gemacht.

Die Realisierung des neuen Hexenberg-Baugebiets wird vom NABU nicht begrüßt. Unverhältnismäßig, nicht nachhaltig und konservativ geplant, so das Urteil. Begleitende Ausgleichsmaßnahmen sind unabdingbar, ein von einer Bürgerinitiative erstelltes artenschutzfachliches Gutachten wird hoffentlich Berücksichtigung finden.

Die Anzahl von Natur-Biotopen konnte durch den Kauf von Flächen an der Zufahrt zur Meierei erweitert werden. Mit einer benachbarten Schilffläche steht dort nun ein größeres Gebiet für Flora und Fauna zur Verfügung.

Die verschiedenen Biotoppflegemaßnahmen fanden Erwähnung. Die Baumpflege auf den Streuobstwiesen und die Mistelentfernung gehörten zum Anfang des Jahres dazu wie auch der Rückschnitt von Kopfweiden. Die tierische Unterstützung bei der Biotoppflege durch Hinterwälder Rinder, Schafe und Bienen war auch im letzten Jahr wieder gewährleistet. Herzlichen Dank an die Eigentümer der tierischen Helfer. Wegeränder wurden in Zusammenarbeit mit dem Ortslandwirt Klaus Schürger gemäht und vom Mahdgut befreit. Die Ausmagerung soll zu einer vielfältigen Fauna und Flora führen. Die Blühflächen an der Lautenmühle und im Saroltapark erforderten Pflege oder wurden neu angelegt. Kommunale Unterstützung wird die Umwandlung des Teiches im Saroltapark begleiten. Belüftungsmaßnahmen und die Entnahme von Fischen sind zwischen Gemeinde, Anglern und dem NABU vereinbart. Die Apfellese erbrachte über drei Tonnen Äpfel. Leider konnte die traditionelle Apfellese der Grundschulkinder im letzten Jahr nicht stattfinden.

95 Vogelarten wurden im Verlauf des Jahres 2022 in der Crumbacher Gemarkung registriert. Der Erlauer Biberteich führte zu einer Bereicherung z. B. durch Waldwasserläufer, Bekassine, Rostgans, zahlreichen Libellenarten und vielem mehr.

Die Maßnahmen zur Amphibienrettung unterhalb des Holunderhofs erbrachten 2022 wiederholt ein schlechtes Gesamtergebnis, welches dazu führte, dass die aktuelle Laichwanderung der Amphibien nicht mehr unterstützt wird.

Der hier entfallende große personelle Arbeitsaufwand soll den übrigen im Kreisgebiet laufenden Amphibien-Rettungsmaßnahmen zu Gute kommen.

Eine Werbeaktion, die von übergeordneten NABU-Institutionen verantwortet wurde, führte zu einem über 30%igen Anwachsen der Anzahl der Vereinsmitglieder, so die Vorsitzende.

In diesem Zusammenhang ist die 40-jährige Vorstandsarbeit unseres Gründungsmitglieds Helmut Kehr zu nennen. Für seine langjährige und erfolgreiche Vereinsarbeit erfuhr Helmut im letzten Jahr die entsprechende Ehrung durch die Ortsgruppe und den NABU-Landesverband.

Mit einem Ausblick auf die Planungen für das Jahr 2023 und dem Dank an die Mitglieder, welche die vielfältigen Aktionen zur Bewahrung der Umwelt unterstützen, beendete die erste Vorsitzende ihren Bericht.

Martina Limprecht übergab die Redeverantwortung an die Kassenwartin Barbara Scharff.

Diese berichtete für das Jahr 2022 von einer ausgeglichenen Kassenlage. Belege und Kontoauszüge lagen vollständig vor. Ausgaben für Arbeitsgeräte, z. B. einen Balkenmäher oder Notarkosten seien beispielhaft genannt. Einnahmen stellten sich beispielsweise in Form finanzieller Unterstützung der Gemeinde oder Spenden dar.

Der erfreuliche Bericht der Kassenwartin Barbara Scharff wurde durch den Bericht des Kassenprüfers Ruven Limprecht bestätigt. Dieser berichtete über eine nicht zu beanstandende Kassenführung. Verschiedene finanzielle Transaktionen wurden den Anwesenden näher erläutert und begründet. Der zweite Kassenprüfer Martin Bokler beantragte im Anschluss die Entlastung des Vorstands der NABU-Ortsgruppe.

Die Entlastung des Vorstandes erfolgte daraufhin mit einstimmiger Zustimmung der Abstimmungsberechtigten.

Die kassenprüfenden Personen werden für zwei Jahre gewählt. Es soll stets ein/e Kassenprüfer/in im Amt bleiben, während der/die zweite Prüfer/in neu gewählt werden muss. Für den nicht mehr zur Verfügung stehenden M. Bokler stellte sich Vereinsmitglied Jutta Wiet zur Wahl. Jutta wurde mit einstimmigem Abstimmungsergebnis zur neuen Kassenprüferin mit zweijähriger Amtszeit gewählt.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt folgte nach Kassenbericht und Neuwahl. Wegen der nicht mehr NABU-konformen bisherigen Satzung musste über eine neu gefasste Satzung beschlossen werden. Ein Entwurf war für alle Interessierten auf der Homepage des NABU-Kreisverbandes einsehbar und kommentierbar. Bei drei Enthaltungen und 10 Zustimmungen wird die NABU-Ortsgruppe zukünftig gemäß der Vorgaben der neuen Satzung agieren.

Es wurden keine Anträge an den NABU-Vorstand gerichtet. Daher ging man zum abschließenden Tagesordnungspunkt über. Das Schwerpunktthema war die Earth Hour am 25.03.2023. Alle Bürger und Bürgerinnen sind aufgerufen, ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen und für eine Stunde alle Lichter auszuschalten. Diese globale Aktion des WWF Deutschland ist vor der Klimakrise, dem Artensterben, der steigenden Energiepreise und der schrecklichen Kriege ein wichtiges Zeichen. Die NABU-Ortsgruppe plant als begleitende eigene Aktion eine Nachtwanderung. Termin: 23.03.2023 um 20:00 Uhr an der Heilsruhe.

Die Jahreshauptversammlung wurde mit der Zustimmung zu diesem Vorhaben um 20:50 Uhr beendet.

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand