Wo sonst gerechnet wird, herrschte vergangene Woche eine besondere Atmosphäre. Der 3. Jahrgang der Reichenberg-Schule tauschte die Schulbank gegen die Manege und bewies unter Anleitung von Zirkuspädagoge Jeremy, dass in jedem Kind ein Star steckt.
Das Projekt war weit mehr als Unterhaltung: Im Kern stand ein fundiertes Präventions- und Stärkungskonzept. Unter Jeremys Leitung lernten die Kinder beim Jonglieren, der Akrobatik oder dem mutigen Gang über Glasscherben: „Ich schaffe das!“. In einer Phase, in der soziale Rollen wichtiger werden, bot das Projekt Raum für positive Grenzerfahrungen. „Die Kinder meistern Herausforderungen, die sie sich zuvor nicht zugetraut hätten“, so das Lehrkräfteteam. Diese erfahrene Selbstwirksamkeit ist der beste Schutz gegen Unsicherheit und Gruppenzwang.
Das Projekt förderte gezielt das Selbstbewusstsein: Wer sicher auf den Schultern anderer steht oder vor Publikum Witze präsentiert, nimmt dieses Erfolgserlebnis mit in den Alltag. Die Kinder lernten, Verantwortung füreinander zu übernehmen und als Team zu glänzen.
Ein Projekt dieser Größe braucht Rückhalt. Die Schulleitung betonte die unverzichtbare Hilfe der Elternschaft. Ob beim Aufbau des Equipments oder dem täglichen Üben mit den kleinen Artisten – das Engagement der Mütter, Väter und Großväter war der Motor des Erfolgs. Diese enge Zusammenarbeit stärkte den Zusammenhalt des gesamten Jahrgangs spürbar.
Der Höhepunkt war die glanzvolle Gala-Vorstellung. Was bleibt, ist ein gestärktes „Wir-Gefühl“ und das Wissen jedes Einzelnen: Ich bin mutig, ich bin wichtig und ich kann über mich hinauswachsen. Ein herzlicher Dank gilt Jeremy und allen helfenden Händen.