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Amtsblatt Markt Neuburg a d Kammel
Ausgabe 12/2026
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Das Bild zeigt von links den neuen stv. Verbandsvorsitzenden Bürgermeister Thorsten Wick (Gemeinde Kammeltal), Max Schmid (bisheriger Verbandsvorsitzender und künftig Geschäftsleiter des Zweckverbandes) den neuen Verbandsvorsitzenden Bürgermeister Markus Dopfer (Markt Neuburg a. d. Kammel) sowie Bürgermeister Christian Honebeek (Gemeinde Ellzee)

 

Eine Ära beim Zweckverband zur Wasserversorgung der Kammelgruppe geht zu Ende: Nach außergewöhnlichen 42 Jahren hat Max Schmid sein Amt als Verbandsvorsitzender abgegeben. In der konstituierenden Sitzung der Verbandsversammlung am 11. August 2026 wurde der Erste Bürgermeister des Marktes Neuburg a. d. Kammel, Markus Dopfer, zu seinem Nachfolger gewählt. Schmid bleibt dem Zweckverband jedoch weiterhin als Geschäftsleiter erhalten.

42 Jahre an der Spitze eines kommunalen Zweckverbandes – eine solche Amtszeit ist alles andere als selbstverständlich. Seit dem 9. Juli 1984 stand Max Schmid als Vorsitzender an der Spitze des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Kammelgruppe. Über mehr als vier Jahrzehnte hinweg prägte er damit die Entwicklung der Wasserversorgung in den Mitgliedsgemeinden entscheidend.

Dabei war Max Schmid weit mehr als „nur“ Verbandsvorsitzender. Über viele Jahre vereinte er praktisch mehrere Funktionen in einer Person: Neben den Aufgaben des Vorsitzenden kümmerte er sich um die Geschäftsleitung und übernahm zugleich wesentliche Aufgaben der technischen Leitung. Damit war er Ansprechpartner für nahezu alle Fragen rund um den Zweckverband – von organisatorischen und verwaltungstechnischen Angelegenheiten bis hin zu den ganz praktischen Herausforderungen der Wasserversorgung.

Seine außergewöhnliche Fachkenntnis, seine jahrzehntelange Erfahrung und vor allem sein persönlicher Einsatz machten ihn zum „Mann für alle Fälle“ der Kammelgruppe. Schon anlässlich seines 70. Geburtstages im April diesen Jahres würdigten die Verantwortlichen des Zweckverbandes Schmid als „Motor“ und „gute Seele“ des Verbandes.

Wer mit Max Schmid zusammenarbeitet, weiß: Auf ihn ist Verlass. Wenn irgendwo ein Problem auftritt, ist er zur Stelle. Mit viel Herzblut, Leidenschaft und größtem Engagement kümmert er sich um eine sichere und zuverlässige Wasserversorgung für die Bürgerinnen und Bürger im Verbandsgebiet. Feierabend oder Urlaub bedeuten dabei nicht zwangsläufig, dass die Arbeit ruht. Selbst aus der Ferne kümmert sich Schmid um laufende Themen, koordiniert notwendige Schritte und steht als Ansprechpartner zur Verfügung.

Sein Fachwissen und seine Erfahrung sind dabei keineswegs nur innerhalb der Kammelgruppe gefragt. Auch überörtlich, insbesondere im Rahmen der Wasserwerksnachbarschaft, galt und gilt Max Schmid als geschätzter und gefragter Ansprechpartner. Über Jahrzehnte hinweg hat er sich ein weitreichendes Netzwerk in der kommunalen Wasserversorgung aufgebaut, das bis zum Bayerischen Gemeindetag reicht. Sein fachlicher Rat, seine praktische Erfahrung und seine Einschätzung werden deshalb auch weit über die Grenzen des eigenen Zweckverbandes hinaus geschätzt. Bereits anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums wurde hervorgehoben, dass Schmid zu einem wichtigen und nahezu unverzichtbaren Ansprechpartner in allen Trinkwasserangelegenheiten in den Mitgliedsgemeinden und weit darüber hinaus geworden sei.

Im Mittelpunkt seines Wirkens steht dabei stets eine sichere und verlässliche Wasserversorgung für die Menschen. Die Mitgliedsgemeinden würdigten dies zum Ende seiner Amtszeit als Verbandsvorsitzender ausdrücklich: 42 Jahre an der Spitze sind weit mehr als eine lange Amtszeit. Max Schmid hat ein beeindruckendes Stück Geschichte der Wasserversorgung ganz wesentlich geprägt. In seiner Zeit wurde nicht nur das gesamte Wassernetz im Verbandsgebiet kontinuierlich erweitert und ertüchtigt, auch die Erweiterung und Modernisierung der technischen Anlagen inklusive der beiden Hochbehälter fielen in seine Amtszeit. Außerdem war Max Schmid so gut wie bei jedem Wasserrohrbruch bei der Reparatur dabei.

Wechsel an der Verbandsspitze

In der konstituierenden Sitzung am 11. August begrüßte Max Schmid zunächst die teilweise neu zusammengesetzte Verbandsversammlung mit den Verbandsräten der Gemeinde Ellzee, der Gemeinde Kammeltal und des Marktes Neuburg a. d. Kammel.

Der Zweckverband selbst besteht bereits seit 1963. Heute versorgt die Kammelgruppe rund 2.418 Einwohner über 955 Hausanschlüsse; das Hauptleitungsnetz umfasst rund 34,5 Kilometer. Zum Versorgungsgebiet gehören Behlingen, Ried, Keuschlingen und Waldheim in der Gemeinde Kammeltal, Langenhaslach und Naichen und Teile von Neuburg im Markt Neuburg a. d. Kammel sowie Ellzee.

Anschließend wurde die Verbandsspitze neu gewählt. In geheimer Wahl bestimmten die Verbandsräte den Ersten Bürgermeister des Marktes Neuburg a. d. Kammel, Markus Dopfer, zum neuen Verbandsvorsitzenden. Dopfer war bereits bisher stellvertretender Vorsitzender. Zu seinem Stellvertreter wurde der Erste Bürgermeister der Gemeinde Kammeltal, Thorsten Wick, gewählt.

Auch der Rechnungsprüfungsausschuss wurde neu besetzt. Ihm gehören künftig Achim Saur als Vorsitzender sowie Johannes Huber und Moritz Schmucker an. Der Ausschuss besteht aus drei Verbandsräten, wobei entsprechend der Verbandssatzung jede der drei Mitgliedsgemeinden vertreten sein soll.

Max Schmid bleibt der Kammelgruppe erhalten

So außergewöhnlich die 42-jährige Amtszeit von Max Schmid war, so wichtig ist für den Zweckverband, dass mit dem Ende seines Vorsitzes nicht zugleich seine gesamte Erfahrung verloren geht. Schmid soll dem Zweckverband künftig als Geschäftsleiter erhalten bleiben und bis auf Weiteres das laufende Geschäft abwickeln. Die formelle Bestellung erfolgt in der nächsten Sitzung.

Damit kann er auch dem neuen Vorsitzenden Markus Dopfer und dessen Stellvertreter Thorsten Wick weiterhin mit seinem enormen Erfahrungsschatz zur Seite stehen. Gerade in der Übergangsphase ist dies für den Zweckverband von besonderem Wert.

Auch der neue Erste Bürgermeister der Gemeinde Ellzee, Christian Honebeek, zeigte sich dankbar darüber, dass Max Schmid dem Zweckverband weiterhin zur Verfügung stehen soll. Für alle drei Mitgliedsgemeinden sei es von großem Wert, auch künftig auf seine jahrzehntelange Erfahrung, sein umfassendes Fachwissen und sein weitreichendes Netzwerk in der Wasserversorgung zurückgreifen zu können.

Der Verband hatte bereits bei der Würdigung seiner 42-jährigen Amtszeit deutlich gemacht, dass er auch künftig nicht auf Schmids Erfahrung, seinen Rat und seine Tatkraft verzichten möchte.

Wasserversorgung vor immer größeren Herausforderungen

Der neue Verbandsvorsitzende Markus Dopfer ging in der Sitzung auch auf die künftigen Herausforderungen der kommunalen Wasserversorgung ein. Die gesetzlichen, technischen und organisatorischen Anforderungen seien in den vergangenen Jahren immer umfangreicher geworden. Dabei treffen die zahlreichen Vorschriften und Verpflichtungen kleine Wasserversorger grundsätzlich ebenso wie große.

Vor diesem Hintergrund sprach Dopfer auch die langfristige Entwicklung der Versorgungsstrukturen an. Rein geografisch könne er sich für die Zukunft einen größeren gemeinsamen Wasserversorgungsverband vorstellen, der sowohl die Gemeinde Kammeltal als auch den Markt Neuburg a. d. Kammel vollständig abdeckt. Eine solche Entwicklung sei kein kurzfristiges Vorhaben, könne angesichts wachsender Anforderungen aber eine Perspektive für die kommende Zeit darstellen.

Zunächst steht jedoch ein geordneter Übergang im Mittelpunkt. Dafür sind die Voraussetzungen gut: Mit Markus Dopfer und Thorsten Wick übernimmt eine neue Verbandsspitze die Verantwortung – und mit Max Schmid soll ihr auch künftig ein Mann zur Seite stehen, der die Kammelgruppe und die kommunale Wasserversorgung kennt wie kaum ein anderer.

Nach 42 Jahren als Vorsitzender endet damit eine außergewöhnlich lange Amtszeit. Max Schmid hat den Zweckverband zur Wasserversorgung der Kammelgruppe über mehr als vier Jahrzehnte nicht nur geführt, sondern mit außergewöhnlichem persönlichen Einsatz geprägt. Was für andere ein Ehrenamt gewesen wäre, war für ihn über Jahrzehnte eine Aufgabe, der er sich mit Herzblut, Leidenschaft und einem Verantwortungsbewusstsein weit über das übliche Maß hinaus gewidmet hat. Sein Wirken ist untrennbar mit der Geschichte der Kammelgruppe verbunden – und sein Wissen und seine Erfahrung sollen dem Verband auch in Zukunft erhalten bleiben.