In der letzten Gemeinderatssitzung genehmigte der Gemeinderat den ersten Haushalt des neuen Bürgermeisters Stephan Hoyer einstimmig.
Der vorgelegte Haushalt hat ein Volumen von 6,188 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 2,6 Millionen Euro im Vermögenshaushalt und kommt ohne neue Kreditaufnahmen aus. Daher bleibt das Schuldenniveau der Gemeinde erfreulicherweise mit 1,6 Millionen Euro zum Jahresende 2026 stabil und die Hebesätze konnten auch beibehalten werden. Dabei mussten weiterhin sehr große Investitionen wie das neue Feuerwehrgerätehaus (1,7 Millionen Euro), die Sanierung der Altmühlbrücke (330.000 Euro) und die Sanierung des Turnhallendaches (26.500 Euro) mit eingeplant werden.
Ebenfalls einstimmig erteilte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen für die beiden vorliegenden Bauanträge. Im Gewerbegebiet plant die Firma Loy die Erstellung eines Verwaltungsgebäudes mit Lagerhalle und in der Siedlungsstraße in Altenmuhr soll ein Dachgeschoss mit Dacherker ausgebaut und der Dachstuhl erneuert werden. Für beide Bauvorhaben liegt ein gültiger Bebauungsplan vor. Der Neubau im Gewerbegebiet entspricht den Festsetzungen des Plans und der Dachausbau benötigt eine Ausnahmegenehmigung da der Kniestock um 0,5 m erhöht werden muss. Da für den Gemeinderat darin kein Problem ersichtlich war konnten beide Bauvorhaben einstimmig genehmigt und die erforderliche Ausnahmegenehmigung erteilt werden.
Bei der erforderlichen Dachsanierung der Turnhalle muss der Ringkranz erneuert werden. Die Bauarbeiten sollen dabei in drei Bauabschnitte aufgeteilt werden. Für den ersten Teilabschnitt über dem Eingangsbereich legte die Architekturwerkstatt von Klaus Gerbing ein Angebot von 26.458 Euro dem Gemeinderat vor. Das Angebot wurde mit zwei Gegenstimmen angenommen. Die Gewerke für Gerüstbau, Spenglerarbeiten und Zimmererleistungen sollen dabei wegen der relativ geringen Summen freihändig vergeben werden. Der Gemeinderat bat nach kurzer Diskussion darum, dass bei den weiteren Bauabschnitten die Notwendigkeit der Arbeiten und die Einschaltung eines Architekten genau geprüft wird.
Für den Schulungsraum im neuen Feuerwehrgerätehaus sollen 80 Stühle und 20 Tische bei einer Stuhlfirma in Heilsbronn bestellt werden. Die Gesamtkosten für diese Anschaffung in Höhe von 16.733 Euro wurden durch den Gemeinderat einstimmig genehmigt.
Beim anstehenden Breitbandausbau soll auch das Seezentrum in Muhr im Lückenschlussverfahren mit berücksichtigt werden. Der sich daraus ergebende neue Eigenanteil mit insgesamt 121.000 Euro wurde durch den Gemeinderat nach einer Diskussion über eine mögliche Beteiligung des Zweckverbandes ebenfalls einstimmig genehmigt.
Es konnte ein neuer Defibrillator durch die Gemeinde angeschafft werden. Diese Anschaffung erfolgte aufgrund einer bereits erteilten Genehmigung des Gemeinderates. Die Gemeinde wird sich um einen zweckmäßigen Standort im Bereich Wehlenberg – Stadeln kümmern. Für Defibrillatoren der Gemeinde werden auch die Wartungskosten durch die Gemeinde übernommen und fallen nicht in die Zuständigkeit des Grundstückseigentümers der den Standort zur Verfügung stellt, stellte Bürgermeister Stephan Hoyer nochmals eindeutig fest.
Die nächste öffentliche Sitzung des Gemeinderats ist für den 11. März 2026 geplant.