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Muhrer Heimatbrief Amts- u Mitteilungsblatt der Gemeinde Muhr a See
Ausgabe 4/2026
Aus dem Rathaus
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Muhrer Bürger zeigten großes Interesse am politischen Geschehen in der Gemeinde

Bei der diesjährigen Bürgerversammlung im Schützenhaus in Muhr am See konnte erstmals Bürgermeister Stephan Hoyer zahlreiche BürgerInnen der Gemeinde im sehr gut gefüllten Saal des Schützenheims begrüßen und in seinem Rechenschaftsbericht auf ein gutes aber auch schwieriges Jahr 2025 zurückblicken.

 

 

Die Gemeinde Muhr ist seit der Eröffnung des Altmühlsees kontinuierlich gewachsen und verzeichnet aktuell eine Einwohnerzahl von 2.477 Personen, berichtete Stephan Hoyer. Finanziell steht die Gemeinde sehr gut da. Mit einem aktuellen Schuldenstand von 1,4 Millionen Euro ergibt sich eine pro-Kopf-Verschuldung von 565,84 Euro. Der Landesdurchschnitt der bayerischen Gemeinden liegt bei vergleichbaren Gemeinden im Landkreis wesentlich höher. Es konnten 2025 über 135.000 Euro an Schulden getilgt werden. Man kann aufgrund des vorhandenen Barmittelbestandes von über 2,8 Millionen Euro von einer schuldenfreien und handlungsfähigen Gemeinde sprechen, erläuterte Stephan Hoyer die Zahlen. Erfreulich ist dabei auch das ansteigende Gewerbesteueraufkommen und die kontinuierlich anwachsende Zahl der touristischen Übernachtungen. Bei der Grundsteuer wurde der Hebesatz nach der neuen Grundsteuerbemessung durch den Gemeinderat neu festgesetzt um die Einnahmen aus der Grundsteuer konstant zu halten und die BürgerInnen nicht zusätzlich mit höheren Steuern zu belasten.

Die Gemeinde Muhr am See gab 2025 für Schulen und Kindergärten einen Gesamtbetrag von 1,17 Mio. € im Verwaltungshaushalt, also im Bereich der laufenden Kosten, aus. Das entspricht einem Betrag von 475,34 € pro Einwohner für die Betreuung und Bildung unserer Kinder. Für Stephan Hoyer und alle Anwesenden gehört dieses Geld zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde und ist sehr gut angelegt.

Weiterhin wurden im vergangenen Berichtsjahr Investitionen für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses, der Sanierung der Altmühlbrücke und des Bauhofs und den Kanalarbeiten in der Flurstraße notwendig.

In Muhr am See entstanden 2024 3 Einfamilienhäuser, 2 Mehrfamilienhäuser, 3 Wohnhauserweiterungen und 6 sonstige genehmigungspflichtige Gebäude wie Garagen und Carports.

Ausblick auf das Jahr 2026

Für das Jahr 2026 hat die Gemeinde einige wichtige Investitionen geplant. So steht der Neubau des Feuerwehrgerätehauses kurz vor dem Abschluss, die Sanierung der Altmühlbrücke mit der Erneuerung der maroden Widerlager, die Sanierung der Parkplätze und Fahrradstellplätze am Bahnhof, die Anschaffung neuer Spielgeräte für die gemeindlichen Spielplätze, die Sanierung des Turnhallendaches an der Grundschule, die Ausstattung und Installationen für ein zusätzliches Rathaus-Büro und die Verbesserung der Kläranlage in Gunzenhausen bei der die Gemeinde 8,57 % der Kosten tragen muss.

Auch die Altmühlsee-Festspiele werden 2026 wieder mit zwei Stücken auf der Freilichtbühne im Hof des AIZ stattfinden. Den Abschluss der Festspiele wird dann in diesem Jahr die Veranstaltung „Klassik heier amol ned am See“ auf der Freilichtbühne im AIZ bilden. Zur Eröffnung der Festspiele findet wieder eine Vernissage für die festspielbegleitende Ausstellung der regionalen Künstler Gerhard Postler und Margot Krug zusammen mit der Gruppe „Blacksmith“ unter dem Motto „Rock meets Altmühlsee-Festspiele“ statt und mit dem Konzert „Sincerly a Friend“ wartet mit Songs von Leonhard Cohen ein weiterer kultureller Höhepunkt auf die Festspielbesucher.

Im Anschluss an seinen Rechenschaftsbericht ging Stephan Hoyer noch näher auf einige geplante Maßnahmen und Termine ein. Am 13. Mai findet im AIZ und in der Scheune die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates statt. Zum Sitzungsbeginn werden dabei die neu gewählten Gemeinderäte in der Scheune vereidigt damit auch zahlreichen Bürgerinnen und Bürger daran teilnehmen können. Bürgermeister Stephan Hoyer freut sich besonders über die Ausgewogenheit im neuen Gemeinderat da 7 Frauen und 7 Männer dem neuen Gremium angehören.

Für den 21. Mai ist der Maiempfang der Gemeinde um 19 Uhr mit Ehrungen und einer würdigen Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte geplant zudem alle interessierten BürgerInnen herzlich eingeladen sind.

Willy Weißel und Hans Buck vom Freundeskreis der ungarischen Städtepartnerschaft stellten kurz die vom 17.–20. September geplante Fahrt zu unserer Partnerstadt Vértesszolos vor. Zum 25jährigen Bestehen des Freundeskreis hoffen alle Organisatoren auf eine zahlreiche Teilnahme der Gemeindebürger an dieser Fahrt.

 

 

Die anschließende Aussprache über den Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters verlief in ruhiger und sachlicher Form. Es wurden dabei einige Fragen und Anregungen für die Gemeinde angesprochen, denen in der Verwaltung im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten nachgegangen wird, versprach Bürgermeister Stephan Hoyer. Aus der Versammlung heraus kam auch die Bitte an die Autofahrer in der Gemeinde nicht auf den Gehwegen zu parken und damit mehr Rücksicht auf Fußgänger mit Kinderwägen und Gehhilfen zu nehmen.

Die Bezugsfertigkeit des neuen Feuerwehrhauses ist für Ende Mai geplant und es laufen bereits die abschließenden Bauarbeiten. Mit der Sanierung der Altmühlbrücke wird am 30. März wieder begonnen werden berichtete Stephan Hoyer. Dafür wird im Mai dieses Jahres eine 3-4 wöchige Gesamtsperrung notwendig, damit die Brücke wie geplant Ende Juni 2026 wieder freigegeben werden kann.

Die Deutsche Bahn hat die Gemeinde über ihre Planungen zur Sanierung der Strecke Würzburg – Ansbach – Treuchtlingen informiert. Dafür wird diese Strecke für ein halbes Jahr voraussichtlich 2029 vollständig gesperrt bleiben und der Nahverkehr über einen Schienenersatzverkehr mit Bussen sichergestellt.

Aufgrund der prognostizierten ansteigenden Kinderzahlen für die Schule, den Hort und den Kindergarten wird in absehbarer Zeit eine Erweiterung des Raumangebotes in diesen Einrichtungen notwendig werden, berichtete Stephan Hoyer. Von dieser Notwendigkeit sind alle Beteiligten überzeugt. Die Umsetzung gestaltet sich aber wegen der verschiedenen politischen Zuständigkeiten als sehr schwierig.

Bereits vor der Aussprache über seinen Rechenschaftsbericht bedankte sich Stephan Hoyer bei den Gemeinderäten, dem Bauhof und der Gemeindeverwaltung für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank ging an die neu gewählten Gemeinderäte für ihre Bereitschaft zum persönlichen Einsatz für das Gemeindeleben.

Stephan Hoyer beendete eine sehr sachlich und in ruhiger und konzentrierter Form verlaufende Bürgerversammlung und wünschte allen ein gesegnetes und schönes Osterfest.

 

 

(KH)