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Muhrer Heimatbrief. Amts- u. Mitteilungsblatt der Gemeinde Muhr a. See
Ausgabe 8/2019
Aus dem Rathaus
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Zeltlager in Not

Erfuhren große Unterstützung in Muhr am See: Die „Starkregenopfer“ der Evangelischen Jugend aus München, hier mit einigen ihrer Unterstützer.

Die Gemeinde MUHR AM SEE zeigte große Hilfsbereitschaft.

Am Kirchweih-Sonntag wurde ein Jugendzeltlager in Muhr am See durch die unwetterartigen Regenfälle zum Opfer der Wassermassen. Die evangelische Jugend der Adventskirche in München hatte ein Zeltlager auf einer Wiese am Nesselbach am Samstag eingerichtet. Aufgrund des starken Regens, der auch in Gunzenhausen mehrere Keller unter Wasser setzte, wurde das Zeltlager regelrecht weggespült.

Die rund 60 Kinder und ihre zwölf ebenfalls noch sehr jungen ehrenamtlichen Betreuer suchten zunächst Unterschlupf bei den Familien Matthias und Wolfgang Böck im Ortsteil Wehlenberg. Die Kinder waren durchnässt, teilweise stark verängstigt und hatten oftmals keine trockenen Kleidungsstücke mehr. Das gesamte Zeltinventar wie Schlafsäcke war ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun galt es, schnellstmöglich eine Notunterkunft für sie zu finden. Spontan erklärten sich die Gemeinde und der Sportverein bereit, die Gruppe aufzunehmen. Letztlich konnten die Kinder, von denen glücklicherweise keines verletzt wurde,im Sportheim des 1. FC Altenmuhr schlafen. Für Christian Fitzner, den Geschäftsführer des 1. FC Altenmuhr, war es eine Selbstverständlichkeit, diese Kinder hier aufzunehmen, bekundete er. Weitere engagierte Familien stellten Decken, Kleidungsstücke und Schlafsäcke bereit. Die Nachricht über die gestrandeten Kinder verbreitete sich am Sonntag schnell in der Gemeinde. Spontan und völlig unbürokratisch erklärten sich die Wanderfreunde Muhr am See und der Heimatverein Alten- und Neuenmuhr mit ihrem Vorständen Manfred Fitzner und Ina Linz, sowie die Gemeinde mit Bürgermeister Dieter Rampe bereit, der Evangelischen Jugend insgesamt 900 Euro zu spenden. Damit konnten die Kinder und Betreuer kostenfrei im See-Restaurant Limni essen und trinken sowie die Schäden am Inventar finanziell ausgleichen.

Am Kirchweihmontag kam dann eine Delegation der Gruppe zum Festplatz, wo das Geld überreicht wurde und ein Gruppenfoto gemacht werden konnte. Mit einem traditionellen gemeinsamen „Schlachtruf“ bedankten sich die überglücklichen Betreuer und Kinder bei der großen Hilfsbereitschaft der Muhrer.

Altmühl-Bote