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Amts- und Mitteilungsblatt der VGem Grub a.Forst
Ausgabe 10/2026
Verwaltungsgemeinschaft
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Landratsamt Coburg

Jürgen Wittmann bei der Verabschiedung mit Landrat Sebastian Straubel (rechts).

Wiesenflächen – wie hier im Itzgrund – stehen unter besonderem Schutz.

Knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen, Krankenkassen, Pflege, Medizin, Regionalplanung und Politik besuchten das Symposium „DorfVital 360° – Dorfschwester neu gedacht“ Ende April.

Jürgen Wittmann aus dem Coburger Kreistag verabschiedet

Mit Ablauf des 30. April sind 21 Mitglieder aus dem Coburger Kreistag ausgeschieden. Bei der Verabschiedungsfeier im Bad Rodacher Kurhotel stellte Landrat Sebastian Straubel die Bedeutung der Ehrenamtlichkeit für das Amt einer Kreisrätin oder eines Kreisrates heraus: „Wer sich im Kreistag einbringt, tut dies nicht aus beruflichem Interesse, sondern aus Überzeugung – für die Entwicklung seiner Heimat, für das Gemeinwohl und für die Menschen vor Ort.“

Zu den ausgeschiedenen Kreistagsmitgliedern gehörte auch der ehemalige Grüber Bürgermeister, Jürgen Wittmann. Landrat Sebastian Straubel lobte Wittmanns Engagement für die Bürgerinnen und Bürger im Coburger Land: „Jürgen Wittmann hat sich als Bürgermeister sowie als Kreisrat in verantwortungsvoller Weise für die Entwicklung des ländlichen Raums eingesetzt.“

 

 

Wertvolle Wiesen - wo Mensch und Hund nichts zu suchen haben

Braunkehlchen, Wiesenpieper, Wachtelkönig, Bekassine und Kiebitz finden im Coburger Land wichtige Lebensräume in feuchten Wiesen. Da diese jedoch zunehmend seltener werden, sind die Bestände stark zurückgegangen. „Bei einigen Arten gibt es nur noch eine Handvoll Brutpaare“, so Phillip Wagenknecht von der Unteren Naturschutzbehörde. Besonders sensibel ist die Zeit von März bis Ende Juli.

Naturschutzbehörde, Landwirtschaft und Verbände rufen daher gemeinsam dazu auf, Wiesenflächen – insbesondere im Itzgrund – nicht zu betreten und auf den Wegen zu bleiben. Auch der Bayerische Bauernverband unterstützt dies. Hundekot im Grünfutter stellt ein ernstes Problem dar und kann bei Kühen zu Todesfällen führen. Hundebesitzer werden gebeten, Hinterlassenschaften zu entfernen.

Störungen durch Menschen oder freilaufende Hunde führen dazu, dass Vögel ihre Nester verlassen. „Eier und Jungvögel sind dann ungeschützt“, erklärt Kerstin Cramer (LBV). Besonders geschützte Bereiche sind neben dem Itzgrund unter anderem die Glender Wiesen, die Rodachaue sowie Offenlandbereiche bei Meeder und Wiesenfeld.

Während der Brutzeit sollten diese Gebiete nicht betreten und Hunde stets kurz angeleint werden. Ziel ist ein rücksichtsvolles Miteinander von Mensch und Natur. Sanktionen sollen nur im Ausnahmefall erfolgen; stattdessen wird auf Einsicht gesetzt. In Naturschutzgebieten gilt ganzjährig ein Wegegebot sowie ein Verbot freilaufender Hunde.

Naturschutzwächter informieren vor Ort, der „BayernAtlas“ bietet Orientierung zum Schutzstatus der Flächen. Der für die Region erstellte Flyer „Wiesenbrüter im Coburger Land“ ist im Landratsamt sowie online erhältlich.

Ausführliche Informationen gibt es auf der Homepage des Landkreises Coburg unter www.landkreis-coburg.de oder direkt über den QR-Code.

 

 

 

 

Gesundheitsversorgung neu denken: Landkreis Coburg entwickelt Perspektiven für Community Health Nurse

Wie kann Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum künftig näher am Menschen, präventiver und besser vernetzt gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Symposium „DorfVital 360° – Dorfschwester neu gedacht“ am 27. April im Landkreis Coburg. Ziel der Veranstaltung war es, konkrete Perspektiven für die Weiterentwicklung der pflegerischen und medizinischen Versorgung in der Region zu erarbeiten.

Knapp 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Krankenkassen, Pflege, Medizin, Regionalplanung und Politik brachten ihre praktischen Erfahrungen ein. Das Symposium war dabei bewusst als Ausgangspunkt angelegt, um gemeinsam tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand das Konzept der Community Health Nurse (CHN), ein Begriff, der zurückgeht auf das von vielen älteren Generationen geschätzte Berufsbild der Dorfschwester. Diese soll künftig die Versorgung der Bürger gerade im ländlichen Raum stärken und ergänzen.

Ein Konzept, das auch Landrat Sebastian Straubel begrüßt: „Eine unserer wichtigsten Aufgaben hier in der Kommunalpolitik ist es, die Lebensqualität in unseren ländlichen Regionen zu sichern, stetig zu verbessern und auch dort eine gute medizinische und pflegerische Versorgung sicherzustellen. Dafür brauchen wir innovative Ansätze, pragmatische Lösungen und gemeinschaftlichen Rückenwind aus Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft.“ Das Konzept der CHN biete genau das, nämlich eine verlässliche und nahbare Anlaufstelle für Ort, die medizinische Versorgung, Prävention und Pflege miteinander verbindet. Wichtig dabei: Zielgruppe für die CHN ist stets die gesamte Bevölkerung – vom Säugling bis ins hohe Alter.

Ein zweites Symposium zur „Dorfschwester“ ist bereits geplant.