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Amts- und Mitteilungsblatt der VGem Grub a.Forst
Ausgabe 11/2026
Verwaltungsgemeinschaft
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Landratsamt Coburg

Rehkitze werden von der Mutter in den ersten Lebenswochen ganz bewusst alleine im hohen Gras abgelegt. Spaziergänger sollten die niedlichen Tiere daher auf keinen Fall anfassen, streicheln oder hochheben.

Sie nehmen bald ihre ehrenamtliche Arbeit im Landkreis Coburg auf: 18 frisch gebackene „Häusliche Hilfen“ schlossen im April erfolgreich ihre Basisausbildung ab.

Appell an Spaziergänger: Rehkitze bitte nicht anfassen!

Auch wenn es noch so verlockend ist – und die Tierchen noch so putzig: Wer im Mai, Juni oder Juli ein Rehkitz alleine im Gras entdeckt, sollte dieses auf keinen Fall anfassen. Darauf weist die Untere Jagdbehörde am Landratsamt Coburg hin.

Spaziergänger, die ein Rehkitz in den Wiesen oder im Wald entdecken, glauben oft, die Jungtiere seien verlassen worden. Tatsächlich aber legt die Mutter das Kitz in den ersten Lebenswochen ganz bewusst alleine im hohen Gras ab und kehrt nur zum Säugen zurück.

So sollen die Jungtiere – die noch keinen Eigengeruch haben und durch ihr Fleckenmuster getarnt sind – vor Fressfeinden geschützt werden.

Für Spaziergänger gilt zum Schutz der Rehkitze daher:

Nicht anfassen, streicheln oder hochheben. Denn dann haftet der menschliche Geruch am Jungtier und es kann passieren, dass die Mutter das Kitz bei ihrer Rückkehr verstößt. Das Kitz wäre dann auf sich alleine gestellt und würde verhungern.

Auf gar keinen Fall dürfen Rehkitze (auch wenn sie verletzt sind) einfach mit nach Hause genommen werden. Wer ein Tier aus der Natur entnimmt, begeht Wilderei.

Genug Abstand zum Kitz halten. Die Nähe von Menschen kann das Tier stressen und ängstigen. Es kann auch sein, dass sich die Mutter bereits in der Nähe aufhält, sich wegen den anwesenden Menschen aber nicht zu ihrem Nachwuchs traut.

Auch Hundehalter sind zur Setzzeit besonders gefragt: Sie sollten ihre Hunde vor allem in der Nähe von hohen Wiesen oder im Wald an der Leine halten.

Wichtig: Auch Kitze, die in einer Kiste oder einer Box (ggf. auch abgedeckt oder anderweitig beschwert) auf einem Feld/ einer Wiese stehen, dürfen nicht angefasst werden. Diese Jungtiere wurden durch den Jagdausübungsberechtigten für die Zeit der Mahd in Sicherheit gebracht; nach Ende der landwirtschaftlichen Arbeiten werden die Kitze durch diese wieder zurückgesetzt.

Nur wenn ein Kitz sichtbar verletzt, krank oder eindeutig verwaist wirkt, kann Hilfe angebracht sein. In diesem Fall sollte der Fund der Polizei gemeldet werden, mit der Bitte, den zuständigen Jagdpächter zu informieren.

Alternativ kann sich der Finder auch bei der Unteren Jagdbehörde (Montag bis Freitag jeweils vormittags) unter 09561/514-3105 melden.

 

 

Untere Naturschutzbehörde gibt Tipps zum Schutz von Igeln vor Mährobotern und für mehr Artenvielfalt im Garten

Gerade in den anstehenden Sommermonaten drohen Igeln und Amphibien große Gefahren im Garten durch den Einsatz von Mährobotern und anderen motorisierten Gartenwerkzeugen wie beispielsweise Motorsenden und Freischneidern. Vor allem kleine Jungtiere geraten dann oft unter das Mähwerk, werden schwer verletzt und verenden anschließend qualvoll. Besonders traurig: Oft werden die verletzen Tiere von den Gartenbesitzern gar nicht bemerkt, da sie sich in einen Unterschlupf zurückziehen und dort unentdeckt ihren Verletzungen erliegen.

Besonders im Frühjahr und den Sommermonaten sind Igel im Rasen auf Futtersuche. Bemerken die Tiere einen Mähroboter, dann laufen sie nicht weg, sondern rollen sich zu einer Kugel zusammen. Die Roboter überrollen die Tiere und verursachen schlimme Verletzungen, trennen beispielsweise Gliedmaßen ab oder skalpieren die Tiere.

Besonders brisant: Im August und September ist die Hauptwurfzeit der Igel. Die Igelmutter unternimmt dann meist in der Dämmerung erste Ausflüge mit den Jungtieren. Die kleinen Igelkinder sind jedoch besonders gefährdet, weil sie auch unter vermeintlich igelsichere Mähroboter geraten.

Gartenbesitzer werden daher von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg dringend um folgende Maßnahmen gebeten:

• Den Mähroboter nur am Tag – am besten zur Mittagszeit – in Betrieb nehmen und mit Einbruch der Dämmerung wieder abschalten.

• Der Mähroboter sollte niemals in der Nacht und ohne Aufsicht laufen.

• Wird der Roboter am Tag in Betrieb genommen, sollte die Rasenfläche vorher abgesucht werden. Denn auch hier bleibt für Igel ein Restrisiko; so können hier durchaus auch hungrige Tiere unterwegs sein, die in der Nacht nicht genug Nahrung gefunden haben.

Gefahren für Igel und andere Kleintiere bestehen allerdings auch beim Einsatz von anderen motorisierten Gartengeräten, mit denen beispielsweise das Gras unter Büschen oder Hecken kurzgehalten werden soll. Auch hier bittet die Untere Naturschutzbehörde um besondere Achtsamkeit.

Wer etwas Gutes für die Igel in seinem Garten tun möchte, kann zur Unterstützung der Igelpopulation im Garten Reisig- oder Laubhaufen, beispielsweise unter Sträuchern, anhäufeln. Gut wären ein Durchmesser von einem Meter und eine Höhe von gut 60 Zentimetern. Sie dienen ganzjährig als Unterschlupf und darüber hinaus als geschützter Überwinterungsplatz für die Winterruhe der Igel.

Wichtig zu wissen: Zu häufiges Mähen gefährdet außerdem die Artenvielfalt im Garten. Wer die Artenvielfalt fördern möchte, kann Blühinseln stehen lassen oder ganz bewusst Wildwuchs in nicht so häufig genutzten Ecken des Gartens zulassen bzw. durch die Aussaat insektenfreundlichen Blühmischungen fördern.

Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zum Thema Igelschutz und zur Förderung der Artenvielfalt im heimischen Garten haben, können sich an die Biodiversitätsberaterin am Landratsamt Coburg, Janine Ilge, wenden. Sie ist telefonisch unter 09561/514-4412 beziehungsweise per E-Mail unter janine.ilge@landkreis-coburg.de erreichbar.

Bildunterschrift: Besonders junge Igel sind durch den Einsatz von Mährobotern großen Gefahren in den Gärten ausgesetzt. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg rät daher, die Geräte nur tagsüber und nach einer Absuche der Rasenfläche laufen zu lassen.

Foto: LBV Bildarchiv/ Martina Gehret

Frisch gebackene „Häusliche Hilfen“: 18 Landkreisbürger absolvieren erfolgreich den Basiskurs in Rödental

Sie sind da, wenn Seniorinnen und Senioren im Landkreis Hilfe im Alltag benötigen – von der Begleitung zum Arzt, über Unterstützung beim Einkauf bis hin zu gemeinsamen Spaziergängen in der Natur oder ein motorisches Training gegen Sturzgefahr, zum Beispiel mit dem Vibro Gerät/ Galileo Übungsgerät. Die „Häuslichen Hilfen“ im Landkreis Coburg kümmern sich ehrenamtlich um ältere Menschen, um ihnen möglichst lange ein selbstständiges Leben zu Hause zu ermöglichen. Auch nachstationäre Hausbesuche führen die „Häuslichen Hilfen“ durch, ebenso wie muskelstärkende Übungen.

Im April wurden in einem Basiskurs in Rödental insgesamt 18 weitere „Häusliche Hilfen“ aus unterschiedlichen Landkreisgemeinden für diese ehrenamtliche Tätigkeit ausgebildet. Die Kursleitung hatten der Seniorenbeauftragte des Landkreises Coburg, Dr. Wolfgang Hasselkus, Esther Fiedler als gerontopsychiatrischer Fachkraft am Landratsamt Coburg sowie Beate Weber vom Seniorenbüro Rödental inne. Landrat Sebastian Straubel, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßte, lobt deren Engagement ausdrücklich: „Das zeigt, dass Mitgefühl, Verantwortung und Solidarität keine reinen Worte bleiben, sondern aktiv gelebt werden. Die Bereitschaft, Zeit und Energie zu investieren, um das Leben älterer Menschen zu sichern, zu erleichtern und zu bereichern, verdient in meinen Augen den größten Respekt“. Besonders erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass sich zwei Ehrenamtliche, die zuvor schon die Schulung als Pflegelotsen durchlaufen hatten, ebenfalls als Häusliche Hilfe ausbilden ließen.

Der Basiskurs findet einmal pro Jahr statt und stellt im Rahmen einer Grundausbildung theoretisches und praktisches Wissen für die Ehrenamtlichen bereit. Themen sind unter anderem Veränderungen und Abbauprozesse im Alter, die Belastbarkeit von Hochbetagten und chronisch Kranken, Muskelabbau und Gleichgewichtsverlust im Alter sowie das Geriatrische Syndrom / Gebrechlichkeitssyndrom. In einem praktischen Teil lernten die Teilnehmer, Puls- und Blutdruckwerte richtig zu messen sowie einfache Kraft- und Bewegungsübungen mit den Senioren durchzuführen. Auch Gleichgewichtsübungen sowie Tests zur Erkennung der Sturzgefahr wurden erlernt.

Der Seniorenbeauftragte des Landkreises, Dr. Wolfgang Hasselkus – der die Inhalte des Basiskurses entwickelt und konzipiert hat – freute sich über die rege Teilnahme. Für ist gilt als zentraler Merksatz für das Engagement zum Wohl älterer Menschen: „Körperliche Fitness, das ist Kraft, Beweglichkeit und Koordination. Das entscheidet mehr als Gesundheit und Krankheit darüber, inwieweit man im Alter auf die Hilfe anderer angewiesen sein wird.“

Seniorinnen und Senioren, welche die Unterstützung der „Häuslichen Hilfen“ gerne in Anspruch nehmen wollen, können sich direkt in ihrer Wohnortgemeinde nach dem jeweiligen Koordinator der Häuslichen Hilfen erkundigen.

Ehrenamtlich Interessierte, die sich ebenfalls als „Häusliche Hilfen“ ausbilden lassen wollen, können sich an Esther Fiedler, gerontopsychiatrische Fachkraft im Landratsamt Coburg, wenden. Sie ist telefonisch unter 09561/ 514-5220 oder per E-Mail an esther.fiedler@landkreis-coburg.de zu erreichen.

 

 

„Sport vor Ort“ im Juni & Juli in Bad Rodach – draußen, offen, für alle!

Im Rahmen des Programms „Sport vor Ort – draußen, offen, für alle!“ lädt die Gesundheitsregion Plus gemeinsam mit der Gesundheitsförderung des Gesundheitswesens Coburg in den Sommermonaten Juni und Juli zu einem offenen Yoga-Angebot im Freien ein. Unter der Leitung von Sabine Dorscht haben Interessierte hier die Möglichkeit, an der frischen Luft gemeinsam aktiv zu werden, neue Energie zu tanken und etwas für ihre Gesundheit zu tun. Veranstaltungsort ist der idyllische Kurpark in Bad Rodach. Geplant sind insgesamt fünf Termine.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention hat innerhalb seines umfassenden Strategiepapiers, dem sogenannten Masterplan Prävention, insgesamt 20 Hauptziele benannt, die mit konkreten Maßnahmen im Gesundheitssystem umgesetzt werden sollen. Das Angebot „Sport vor Ort“ soll in diesem Zusammenhang eine gute persönliche Basis schaffen, mit körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung, Stressreduktion und gesundem Schlaf. Es ist ein Bewegungsangebot, dass bayernweit etabliert werden soll.

Termine:

1.Juni, 8. Juni, 15. Juni, 29. Juni und 6. Juli

Uhrzeit:

Beginn jeweils um 18:00 Uhr

Das Angebot ist kostenlos und richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von Alter oder sportlicher Vorerfahrung.

Interessierte können sich ab sofort bei Julia Lang vom Fachbereich Gesundheitswesen am Landratsamt Coburg per E-Mail unter julia.lang@landkreis-coburg.de anmelden.

Weitere Informationen, wie beispielsweise der genaue Treffpunkt, werden nach der Anmeldung bekannt gegeben.