Gerade in den warmen Sommermonaten treten in Gärten, Parks, Wiesen und anderen Grünflächen vermehrt sogenannte Grasmilben (auch Herbstgrasmilben genannt) auf. Das Gesundheitsamt am Landratsamt Coburg weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass, auch wenn keine Krankheitsübertragung erfolgt, ihre Bisse jedoch unangenehme Hautreaktionen hervorrufen können.
Grasmilben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Nicht die ausgewachsenen Milben, sondern ihre Larven befallen Menschen und Tiere. Sie halten sich bevorzugt in niedrigem Gras und auf Wiesen auf und gelangen beim Aufenthalt im Freien auf die Haut. Besonders häufig betroffen sind Körperstellen wie zum Beispiel die Knöchel, die Kniekehlen, die Taille oder auch unter dem Hosenbund.
Die Bisse der Grasmilben verursachen stark juckende, gerötete Hautstellen oder kleine Quaddeln, die sich oft erst einige Stunden nach dem Aufenthalt im Freien bemerkbar machen. Typischerweise liegen viele kleine, rote und juckende Pusteln dicht nebeneinander.
Die Beschwerden klingen in der Regel nach wenigen Tagen von selbst wieder ab. Die gute Nachricht: Grasmilben sind zwar lästig, sie übertragen aber - anders als beispielsweise Zecken - keine ansteckenden Krankheiten.
Um das Risiko von Grasmilbenbissen zu verringern, empfiehlt das Gesundheitsamt folgende Maßnahmen:
Wenn jemand trotz Vorsichtsmaßnahmen von Grasmilben gebissen wurde, wird folgendes empfohlen:
Auch Haustiere wie Hunde und Katzen können von Grasmilben befallen werden. Die Larven setzen sich bevorzugt an dünn behaarten Körperstellen fest und können dort starken Juckreiz sowie Hautreizungen verursachen. Zeigen die Tiere auffälligen Juckreiz, häufiges Kratzen oder Hautveränderungen, empfiehlt es sich, eine Tierarztpraxis aufzusuchen, um die Beschwerden abklären und gegebenenfalls behandeln zu lassen.
Der Eichenprozessionsspinner breitet sich zunehmend in der Region aus und stellt eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit von Menschen dar. Darüber informiert aktuell die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg. Begünstigt durch milde Winter und anhaltende Trockenperioden finden die Raupen zunehmend günstige Lebensbedingungen vor. Fachleute beobachten daher vielerorts einen verstärkten Befall von Eichenbeständen. Das gilt auch für den Landkreis Coburg.
Befallene Eichen lassen sich häufig an den charakteristischen, weiß-grauen Gespinsten erkennen, die sich an Stämmen, Astgabeln oder in den Baumkronen befinden. Die Bezeichnung „Eichenprozessionsspinner“ geht auf das typische Wanderverhalten der Raupen zurück, die sich bei der Nahrungssuche oft in langen, hintereinander verlaufenden Reihen („Prozessionen“) fortbewegen.
Besondere Vorsicht ist geboten, da die Raupen ab einem bestimmten Entwicklungsstadium mit tausenden feinen Brennhaaren ausgestattet sind. Diese enthalten ein Nesselgift und können bei Menschen gesundheitliche Beschwerden auslösen. Mögliche Folgen sind Hautreizungen, Husten, starker Juckreiz, Augenreizungen sowie Atemwegsbeschwerden. In Einzelfällen können auch allergische Reaktionen auftreten.
Eine besondere Gefahr geht von den Brennhaaren aus, die sich leicht über die Luft verbreiten können. Selbst nach dem Schlüpfen der Falter verbleiben die Haare in den Gespinsten und können dort über mehrere Jahre hinweg ihre gesundheitsschädliche Wirkung behalten. Da sich die Brennhaare leicht durch den Wind verbreiten können, sollten befallene Bereiche konsequent gemieden werden.
Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg empfiehlt daher dringend, befallene Bäume und Gespinste nicht zu berühren und betroffene Bereiche möglichst weiträumig zu meiden. Insbesondere Kinder, Spaziergänger, Radfahrer und Haustierhalter sollten aufmerksam sein. Wer vermutet, mit Brennhaaren in Kontakt gekommen zu sein, sollte die betroffene Kleidung wechseln, die Haut gründlich reinigen und bei gesundheitlichen Beschwerden ärztlichen Rat einholen.
Wichtig: Eine eigenständige Entfernung von Raupen, Nestern oder Gespinsten wird ausdrücklich nicht empfohlen. Durch Erschütterungen können große Mengen an Brennhaaren freigesetzt werden, wodurch sich das Gesundheitsrisiko erheblich erhöht. Die Beseitigung sollte ausschließlich durch geschulte Fachkräfte mit entsprechender Schutzausrüstung erfolgen.
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen in der Regel von April bis Juli aktiv sind. Besonders häufig befällt er Eichen, da deren Blätter die bevorzugte Nahrungsquelle der Raupen darstellen. Vor allem freistehende Eichen an Waldrändern, in Parks, entlang von Straßen oder auf Spielplätzen werden besiedelt. Während der Sommermonate entwickeln sich die Raupen zu Faltern, die jedoch für den Menschen keine gesundheitliche Gefahr mehr darstellen.