Drei auf einen Schlag – Ortstermine in den Kommunen entlang des Füllbachs
Ende Mai besuchte die Schwammregion nacheinander alle drei am Füllbach gelegenen Kommunen – Niederfüllbach, Grub a.Forst und Ebersdorf b.Coburg. Dort wurden jeweils mit Bürgermeistern, Bauämtern, Jagdvorständen und der Initiative boden:ständig Ortsbegehungen durchgeführt.
Die drei Kommunen haben sich schon im Rahmen des Sturzflutrisikomanagements zusammengeschlossen. Ein sinnvoller Schritt, denn was im Oberlauf des Gewässers passiert, wirkt sich direkt auf den Unterlauf aus.
Ergänzend zum Sturzflutrisikomanagement wurden also weitere Möglichkeiten zum Wasserrückhalt entlang des Füllbachs gesucht. Die Begehungen konzentrierten sich auf die Seitenstränge des Füllbachs und auf Probleme mit wild abfließendem Wasser oder Bodenerosion. Das Ergebnis: Viele niedrigschwellige Maßnahmenansätze konnten entwickelt werden, wie etwa das Einbringen von Wasserbausteinen in Straßengräben, um den Abfluss zu verlangsamen und so die Abflussspitzen zu entzerren.
Gewässernachbarschaftstag in Kronach und Bamberg
Einmal jährlich laden die Wasserwirtschaftsämter zum „Gewässernachbarschaftstag“ ein, einer Veranstaltung, die sich vor allem an Kommunen richtet, die die Gewässer III. Ordnung (kleine Gewässer) unterhalten müssen. Zum diesjährigen Jahresthema „Wasser natürlich zurückhalten“ passte die Schwammregion bestens und wurde für eingeladen, um in den Landkreisen Bamberg und Kronach die Herangehensweise und Ansätze der Schwammregion vorzustellen.
Im Anschluss an die Vorträge wurden umgesetzte Maßnahmen bei einer kurzen Exkursion besichtigt. Es blieb Raum für rege Diskussionen und intensiven Austausch. Das Fazit: Wasserrückhalt in der Fläche gewinnt spürbar an Resonanz.
Konkretisierung von Maßnahmen in Gestungshausen am Bertholdsbach
Bereits im vergangenen Jahr fand im Einzugsgebiet des Bertholdsbachs bei Gestungshausen ein Ortstermin zur Erarbeitung erster Maßnahmenansätze statt, um die Folgen von Starkregenereignissen abzumildern. Die Ergebnisse wurden im März 2026 dann mit Eigentümern, Pächtern und Bewirtschaftenden der umliegenden landwirtschaftlichen Flächen diskutiert.
Anfang Juni 2026 folgte ein weiterer Ortstermin: Diesmal wurden konkrete Umsetzungsschritte für erste Maßnahmen festgelegt. Bevor diese realisiert werden können, steht noch die Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden aus.