Der Rote Fresquin, wie er auf der Mündlinger Anhöhe gedeiht
Aktivitäten der Obstbaumfreunde beschränken sich nicht nur auf die Kernstadt. Kürzlich legten einige von Ihnen z.B. kräftig Hand an, als über den Landschaftspflegeverband städtische Bäume in Großsorheim geschnitten wurden. Darüber hinaus interessieren sie sich für Sorten in umliegenden Dörfern und arbeiten an deren Sicherung durch Vermehrung mit. Manche Apfelsorten erweisen sich als recht robust gegenüber Schädlingen. Dies gilt etwa für den „Roten Fresquin“, der in Mündling an der Straße zum Bahnhof zu finden ist. Weil der Apfel einen hohen, gesunden Polyphenolanteil hat, zieht es einem beim Frischverzehr alles zusammen. Die Sorte stammt aus der Normandie (Frankreich) und wurde ab ca. 1850 in Deutschland verbreitet. Vorkommen gibt es noch in Baden-Württemberg und im Raum Neu-Ulm. In Apfelsäften reicht ein kleiner Anteil für eine besondere Aromanote.
Die Bäume des „Fresquin rouge“, wie er auch heißt, sind robust gegenüber Krankheiten und für Baumschulen als Stammbildner gut geeignet. Sie tragen höchstens mittelgroße Most- und Wirtschaftsäpfel und sind im Oktober erntereif. Dann können sie bis Januar halten.