In Maihingen kam zum Fotografieren der volle Körpereinsatz als Orgeltreter dazu.
Die Fotofreunde Harburg treffen sich seit 2019 monatlich zu einem Stammtisch, sie loben Monats-, Quartals- und Jahreswettbewerbe aus — und sie machen sich immer wieder gemeinsam auf, um spezielle Motive vor die Linse zu bekommen. Einen guten Überblick über alle Aktivitäten findet man auf ihrer Homepage www.fotofreunde-harburg.de.
Ihre letzte Aktion führte sie in die Klosterkirche Maihingen. Als Gäste des Freundeskreises der Klosterkirche Maihingen bekamen sie Einblicke in Orte, die für Besucher sonst verschlossen bleiben. Hier hörten sie interessante Geschichten und durften als Fotofreunde überall fotografieren. „Es beeindruckt mich, was für Kleinode wir in unserer Nachbarschaft haben. Die Klosterkirche in Maihingen gehört mit dazu. Wir bedanken uns für die Einladung, die Gastfreundschaft und den Einblick in ein besonderes Denkmal," fasste Gerhard Meyer für die Fotofreunde zusammen.
Die Orgel der Klosterkirche in Maihingen wurde zwischen 1734 und 1737 von Johann Martin Baumeister erbaut und gilt heute als ein seltener Glücksfall: Weil sie nach der Säkularisierung (1802) versiegelt wurde und unberührt blieb, ist die Barockorgel weitestgehend im Originalzustand erhalten.
Sie wurde in den 1990-iger Jahren sorgfältig renoviert und hat als eine der wenigen Barockorgeln noch den Originalklang. Aus der ganzen Welt kommen Musiker nach Maihingen, um auf dieser Orgel zu spielen. Wieviel Körpereinsatz sie früher forderte und wie hart es war, ihr den richtigen Ton zu entlocken, davon konnten sich die Fotofreunde als Orgeltreter persönlich ein Bild machen. Sie waren alle froh, dass der Balg heute ohne Muskelkraft betrieben wird.