Foto: Walter und Gabi Vit bei der Übergabe mit Bürgermeister Schmidt. Das Gemälde auf dem Foto schuf Theo Guillery.
Die steinerne Brücke über die Wörnitz, die Synagoge, stimmungsvolle Ansichten vom Wörnitzufer und hoch über allem Schloss Harburg - typische Motive, die Harburg vom 19. Jahrhundert bis heute zum „Malerstädtchen“ werden ließen. Sie finden sich auch in einer Sammlung von acht Ölgemälden aus den 1920er und -30er Jahren, welche die Stadt Harburg als Dauerleihgabe erhalten hat. Zwei der Bilder stammen von dem in Harburg wohlbekannten Erich Martin Müller, eines von dem Schweizer Maler Adolf Frey-Moock, der in den 1930er Jahren zeitweise in Nördlingen lebte, bei einem Werk steht der Name des Malers nicht fest. Vier der Gemälde haben Franz Guillery bzw. sein Sohn Theo gemalt, die vor allem in den 1920er Jahren häufig in Harburg logierten und zum Künstlerkreis um Joseph Eschenlohr, Erich Martin Müller und Wilhelm Hahn gehörten.
Zur Verfügung gestellt wurden alle Gemälde von den Kindern Gabi, Walter und Bärbel des gebürtigen Harburgers Erich Vit, der Im Oktober 2025 im Alter von 95 Jahren verstarb. Sein Großvater Giacomo Vit gehörte zu der Gruppe italienischstämmiger Harburger, die der Eisenbahnbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Bayern gezogen hatte. Er stammte aus dem norditalienischen Latisana, war Gleisbauer, heiratete 1908 die Einheimische Walburga Jäger und ließ sich in Harburg nieder.
Die Kollektion wird die städtische Gemäldesammlung bereichern. Bürgermeister Schmidt dankte den Leihgebern herzlich. (Hl.)