In den vergangenen Tagen konnte ich mehrfach beobachten, dass trotz der offiziellen Sperrung weiterhin zahlreiche Schulkinder den Weg durch die Baustelle nutzen. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass auch einige Erwachsene und Eltern die Baustelle während der laufenden Bauarbeiten durchqueren. Damit wird leider eine falsche Sicherheit suggeriert und die wichtige Vorbildfunktion gegenüber den Kindern untergraben.
Mir ist bewusst, dass die Gemeinde ihrer Informationspflicht vollumfänglich nachgekommen ist und auch die Mitarbeiter der Baufirma – insbesondere der Polier – sehr bemüht sind, den Anwohnern den Zugang zu ihren Grundstücken zu ermöglichen. Dennoch entsteht hier eine gefährliche Dynamik: Wenn Baumaschinen ihren Schwenkbereich über den Gehweg nutzen, um Lkw zu beladen, befinden sich Kinder oft im „toten Winkel". Die Kinder vertrauen auf den gewohnten Weg, unterschätzen aber die Dimensionen der Maschinen. Dass Erwachsene die Gefahr durch den Schwenkbereich von Baumaschinen oder den „toten Winkel" offenbar unterschätzen, führt dazu, dass Kinder den Weg für völlig harmlos halten.