Mitreißend, atmosphärisch und voller klanglicher Tiefe präsentierte sich das Blasorchester Kötz bei seinem traditionellen Osterkonzert in der voll besetzten Günzhalle. Unter dem Motto „Menschheitsgeschichten" entführten drei Orchester mit über 120 Musikern das begeisterte Publikum auf eine faszinierende Reise durch Mythen und Epochen. Die Jugendformationen traten dabei erstmals bei einem Osterkonzert als Teil der Musikschule Kötz-Bubesheim auf.
Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Ulrich Stöckle eröffneten die Jüngsten unter dem Dirigat von Katrin Hackl den Abend. Mit „Colliding Visions" und dem packenden „Jurassic Park"-Thema bewiesen die jungen Talente des Schülerorchesters beeindruckende Spielfreude und Bühnenpräsenz. Gleiches gilt auch für das Jugendorchester: von der kraftvollen Dramatik in „Tribute and Triumph" über Melodien aus „Wicked", dem Musical rund um die Welt des Zauberers von Oz, bis zum beschwingten „The Floral Dance" zeigte der Nachwuchs, was in ihm steckt.
Danach gehörte die Bühne dem Blasorchester Kötz unter der Leitung von Dominik Seibold. Mit Otto M. Schwarz’ „Man in the Ice" – einer klanggewaltigen Vertonung der Geschichte des Ötzis – tauchte das glänzend aufgelegte Orchester tief in die Frühzeit der Menschheit ein. Hans Zimmers „The Da Vinci Code" und Itaru Sakais „The Seventh Night of July", das die romantische japanische Legende zweier durch die Milchstraße getrennter Liebender zum Klingen bringt, führten durch weitere fesselnde Kapitel. Mit „Cassiopeia", einem sinfonischen Gedicht um die eitle Königin der griechischen Mythologie, und Peter Maffays zeitlosem „Nessaja" fanden die Musiker den perfekten Bogen zwischen Mythos und Moderne. Marcus Keller führte gewohnt souverän und empathisch durch den Abend und langanhaltender Applaus belohnte das Orchester. Die Zugaben „Baba Yetu" und der Marsch „Unser Land", dessen majestätische Klänge Tradition und stolzes Gemeinschaftsgefühl verbinden, rundeten den großen Konzertabend strahlend ab.