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Brombachtal-Nachrichten Amtsblatt der Gemeinde Brombachtal
Ausgabe 26/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Niederschrift über die öffentliche Sitzung des Bau- und Umweltausschusses

 

am Dienstag, 09.06.2026

im Sitzungssaal im Rathaus Kirchbrombach

Beginn der Sitzung:

19:15 Uhr

Ende der Sitzung:

20:15 Uhr

Es sind anwesend:

Vorsitzender

Fischer, Thilo (CDU)

Mitglieder

von der CDU-Fraktion:

Beck, Leon (CDU)

von der G.S.B.-Fraktion:

Schädler, Daniel (G.S.B.)

von der AFD-Fraktion:

Feigk, Pascal (AFD)

von der SPD-Fraktion:

Schneider, Michel (SPD)

vom Gemeindevorstand:

Koch, Andreas (CDU)

Emig-Mally, Dagmar (G.S.B.)

Von der Gemeindevertretung

Fill, Ulrike (CDU)

von der Verwaltung:

Thierolf, Nicole

Schriftführung:

Grages, Sandra

Tagesordnung

1.

Genehmigung Protokoll vom 02.12.2025

2.

Mitteilungen

(MI-38/2026)

3.

Sachstand aktuelle Bauprojekte

(MI-40/2026)

4.

Sachstand Gigabitprojekt

(MI-41/2026)

5.

Kommunale Wärmeplanung - Aktueller Stand

(MI-39/2026)

6.

Beratung und Beschlussfassung über die Haushaltssatzung und des Haushaltsplans 2026 der Gemeinde Brombachtal

(VL-64/2026)

7.

Verschiedenes

Ausschussvorsitzender Thilo Fischer eröffnet die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses um 19:15 Uhr und stellt fest, dass die Einladung form- und fristgerecht erfolgt und der Ausschuss beschlussfähig ist.

Öffentliche Sitzung

1.

Genehmigung Protokoll vom 02.12.2025

 

 

Zum Protokoll vom 02.12.2025 gab es keine Einwände, so dass das Protokoll als genehmigt angesehen werden kann.

 

2.

Mitteilungen

MI-38/2026

 

Der BGM Herr Koch teilt mit, dass zur Sanierung von Straßenschäden durch Schlaglöcher und Frostschäden ein sogenanntes Blow-Patch Verfahren getestet wurde. Es wurde zunächst nur eine Teilmenge beauftragt. Die Arbeiten wurden professionell durchgeführt und das Ergebnis ist zufriedenstellend. Für die Sanierung weiterer Straßenschäden soll ein neuer Auftrag vergeben werden

 

3.

Sachstand aktuelle Bauprojekte

MI-40/2026

Sachstand – barrierefreier Zugang DGH

Nach langer Wartezeit ist der Aufzug gefertigt und bereit zur Montage. Ab dem 22. Juni findet die Montage an die Außenwand des Dorfgemeinschaftshauses statt. Im Vorfeld werden noch kleinere Vorbereitungen ausgeführt. Anpassungen an das Gebäude wie Beiputzarbeiten erfolgen nach der Montage und der Inbetriebnahme sowie der Abnahme.

Sachstand Sanierung Ortsdurchfahrt Langenbrombach (L 3414)

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt wurde in mehreren Bauabschnitten seit Oktober 2023 durchgeführt. Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2026 wurde die Asphaltdecke auf der „freien Strecke“ von der Kreuzung „Spreng“ (am TINO) bis zur Einmündung der Reichelsheimer in die Oberdörfer Straße saniert. In 2024 begannen die Arbeiten in der Ortslage Langenbrombach an der Einmündung Hauptstraße in die Zeller Straße (Einmündung Langen- nach Kirchbrombach) bis zum Feuerwehrhaus / Bürgerhaus Langenbrombach. Hier wurden zunächst die Trinkwasserleitung vollständig incl. Hausanschlüsse erneuert. Die Abwasserleitung war vor der Baumaßnahme mit einer Kamera befahren worden und die schadhaften Stellen wurden aufgenommen und ein Sanierungsverfahren festgelegt. Im Bereich Abwasser wurden nur die Schadstellen saniert. Die Bushaltestellen „Fa. Ditter“ wurden barrierefrei ausgebaut. Die Fahrbahn wurde im Bereich der Bushaltestellen verengt, um eine Reduzierung der Geschwindigkeit zu bewirkten. Im Anschluss wurde die Asphaltoberfläche im gesamten Bereich saniert.

In 2025 wurden die Arbeiten fortgeführt im Bereich Feuerwehrhaus / Bürgerhaus Langenbrombach bis zur Classic Tankstelle. Die Trinkwasserleitung wurde ab dem Bereich Feuerwehrhaus bis zur Einmündung nach Rehbach (L 3414 auf K89) erneuert. Der Abschnitt zwischen der Einmündung nach Rehbach und der Oberdörfer Straße 29 war bereits saniert worden. Die Abwasserleitungen wurden in den schadhaften Bereichen saniert. Die Bushaltestellen „Zum Löwen“ wurden barrierefrei ausgebaut. Als verkehrsreduzierende Maßnahme wurde der Gehweg im Bereich des Bürgerhauses saniert und verbreitert. Zum Abschluss wurde die Asphaltoberfläche saniert.

In 2026 wurde im letzten Teil zwischen Classic Tankstelle und der Einmündung Oberdörfer Straße/Reichelsheimer Straße die Asphaltoberfläche fertig gestellt.

Derzeit werden noch Restarbeiten durchgeführt. Noch offen ist die Stellung der Buswartehallen, der Ausbau eines kleinen Abschnittes Gehweg und die Wiederherstellung der Lagerflächen.

Sachstand Kanalsanierung Herrenwäldchen

Der letzte Bauabschnitt der Kanalsanierung Herrenwäldchen (BA 3.3) wurde am 18.05.2026 begonnen. Der Kanal im Birkenweg wird in 2 Bauabschnitten auf ca. 230 m zwischen der Einmündung Finkenweg und der Einmündung Amselweg erneuert. Der Birkenweg ist die einzige Zufahrtmöglichkeit für den Finkenweg und den Drosselweg, so dass für die Anwohner während der Arbeitszeiten der Baufirma keine Zufahrtmöglichkeit besteht.

Die Maßnahme soll im August 2026 abgeschlossen werden.

Sachstand Quelle Spreng

Die Quellen Spreng wurden bis ca. ins Jahr 2008 für die Trinkwasserversorgung des Ortsteils Langenbrombach genutzt. Anfang der 2000 er Jahre wurde die Bundesstraße B 47 als sanierungsbedürftig eingestuft und zur Sanierung vorgesehen. Die Wasserschutzzone I und II der Quellen Langenbrombach liegen dabei auch im Bereich der Bundesstraße, so dass im Rahmen der Sanierung auch Schutzmaßnahmen nach RiSTWag hergestellt werden müssten. Die Herstellung der Schutzmaßnahmen war finanziell sehr aufwändig. Daher wurde der Gemeinde alternativ angeboten, den finanziellen Rahmen zu nutzen um eine neue Trinkwassergewinnung zu erreichten. Dafür musste auf die Nutzung der Quellen und des Trinkwasserschutzgebietes verzichtet werden. Die Gemeinde nahm den Vorschlag an und der Brunnen Fürstenauer Eck wurde gebohrt.

Die Trinkwasserqualität des Brunnen Fürstenauer Eck ist sehr gut. Auf Grund seiner härteren Wasserqualität ist das Trinkwasser aus dem Brunnen Fürstenauer Eck bei der Bevölkerung jedoch nicht besonders beliebt. Zudem ist die Schüttung in den Sommermonaten nicht ausreichend, so dass in dieser Zeit Wasser vom Wasserbeschaffungsverband Brombachtal / Bad König (WBV) bezogen wird. Der Brunnen Fürstenauer Eck ist außerdem anfällig für den Einfluss von Oberflächenwasser. Langfristig ist es sinnvoll, eine Redundanz in der Trinkwasserversorgung aufzubauen und die Quellen Spreng wieder zu aktivieren. Hierfür ist zunächst die rechtliche Klärung notwendig, ob Wasserrechte wiedererlangt werden können.

Bis die Quellen Spreng saniert sind und wieder für die Trinkwasserversorgung genutzt werden können, ist wird ein gesamtes Kostenvolumen von 2,2 – 2,6 Mio. € geschätzt.

Für den Brunnen Fürstenauer Eck ist derzeit kein Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen. Die zuständige Behörde, in diesem Fall dem RP Darmstadt, hat im Frühjahr 2026 die Weiterführung des Verfahrens gefordert. Da dies bereits absehbar war, hat der Gemeindevorstand in seiner Sitzung vom 13.02.2025 beschlossen, die Ausweisung eines Trinkwasserschutzgebiets für den Brunnen Fürstenauer Eck als vorrangiges Projekt in der Trinkwassergewinnung zu beginnen.

Die Sanierung der Quellen Spreng wird weiterhin als sinnvoll angesehen. Auf Grund des hohen notwendigen Investitionsvolumens und der sehr angespannten Haushaltslage wird das Projekt jedoch zunächst verschoben.

4.

Sachstand Gigabitprojekt

MI-41/2026

Aktuell laufen in Kirchbrombach die Verlegearbeiten in den letzten Seitenstraßen, Ahlertweg und Oberer Gründelsweg.

Anschließend beginnen die Arbeiten in den Kreisstraßen, Höhenstraße und Hauptstraße (Kirch- und Langenbrombach) sowie in der Schulstraße.

In einigen Bereichen mit stark beschädigter Oberfläche (vor allem Gehwegplatten) wird die Gehwegoberfläche komplett erneuert (keine grundhafte Erneuerung). Die Kosten liegen bei der Gemeinde (abzüglich des Streifens der Kabelverlegung).

5.

Kommunale Wärmeplanung - Aktueller Stand

MI-39/2026

Das Landhessen möchte im Jahr 2050 seinen Energiebedarf ausschließlich mit erneuerbaren Energien abdecken. Dazu sind viele Maßnahmen erforderlich.

Eine übergeordnete Maßnahme ist die Kommunale Wärmeplanung, die für alle Kommunen bindend ist. In der Vergangenheit gab es hier Staffelungen, die sich an der Einwohnerzahl der Kommunen orientiert hat. Aktuell sind alle Kommunen angehalten, eine Kommunale Wärmeplanung bis Mitte 2028 vorzulegen.

Die Kommunale Wärmeplanung umfasst zum einen die Erfassung aller Energiebedarfe, sowohl privat und gewerblich als auch kommunal. Zum anderen werden auch Energiepotenziale untersucht und als Möglichkeiten für Energiegewinnung sowie Energiespeicherung bewertet. Im ländlichen Raum sind die Möglichkeiten begrenzt und nicht immer darstellbar, Quartierslösungen könnten aber einen Weg aufzeigen.

Im November 2025 erhielt die Gemeinde Brombachtal Ausgleichszahlungen vom Land Hessen zur Finanzierung der im Zusammenhang mit der Kommunalen Wärmeplanung entstehenden Kosten. Die Gelder stehen schon zur Verfügung.

Es wurde Kontakt aufgenommen zu Fachbüros, die Berichte für eine Kommunale Wärmeplanung erstellen. Die Gemeinde Brombachtal befindet sich zwar erst am Anfang, das Ziel Mitte 2028 einen Bericht vorlegen zu können, ist trotzdem realisierbar.

Mit dem Startschuss möchte die Gemeindeverwaltung noch die letzte Sitzung der Landesregierung abwarten. Nach unseren Informationen sollen dort Festsetzungen getroffen werden, welche kleinere Kommunen mit kleinen Einwohnerzahlen betreffen, die das Aufstellen einer kommunalen Wärmeplanung etwas einfacher macht.

6.

Beratung und Beschlussfassung über die Haushaltssatzung und des Haushaltsplans 2026 der Gemeinde Brombachtal

VL-64/2026

Die Haushaltsatzung sowie der Haushaltsplanentwurf 2026 wurde in den Fraktionen beraten.

Folgende Änderungen wurden von Seiten der Verwaltung seit Feststellung in der Gemeindevertretersitzung ab dem 16. Dezember 2025 vorgenommen:

Ersparnis:

 

Entwurf

Reduzierung auf

Reduzierung IKZ Stelle Vollstreckung

20.000 €

0 €

Reduzierung Zuführung Beihilfe

11.000 €

8.500 €

Reduzierung durch Streichung der Sanierung K88 in Böllstein

150.000 €

0€​

Veränderung der Rücklagen

      

Entwurf

Erhöhung auf

Entnahme Rücklagen; dadurch Hebesatz von 1.255 v.H. auf 1.175 v.H.

297.609 €

325.774 €

Mehraufwendungen:

 

Entwurf

Erhöhung auf

Zuführung Pensionsrückstellungen

50.000 €

64.000 €

Erhöhung KEK-Investition auf Aufwand (Planungskosten)

0 €

13.000 €

Investitionen:

 

Entwurf

Reduzierung auf

Reduzierung der Neuanschaffungen Digitalisierung

35.000 €

20.000 €

Verschiebung der Sanierung Gebäude Bauhof (2027)

75.000 €

0 €

Reduzierung der Planungskosten Neubau Feuerwehrhaus

200.000 €

100.000 €

Reduzierung Neuanschaffung Feuerwehrfahrzeug

101.000 €

64.000 €

Reduzierung Katastrophenschutz

35.000 €

20.000 €

Reduzierung Festwert Arbeitskleidung Feuerwehr

113.000 €

87.500 €

Aufprallschutz Sporthalle gestrichen

8.000 €

0 €

Reduzierung Umsetzung angemeldete Projekte IGO

10.000 €

5.000 €

 

Entwurf

Reduzierung auf

Verschiebung Funkwasserzähler (2027)

60.000 €

0 €

Verschiebung Kanalsanierung Hochstraße (2027)

150.000 €

0 €

Verschiebung Trinkwasserleitung Schwimmbad (2027)

60.000 €

0 €

Kreditermächtigung von 2.200.000 € auf 1.400.000 € gesenkt.

Durch die Reduzierung der Ausgaben und Streichung bzw. Verschiebung von Investitionen konnte die Grundsteuer B von 1.773.315 € auf 1.641.804 € reduziert werden, um den Bürger/die Bürgerin hier nicht mehr als nötig zu belasten.

Empfehlung:

a) Der Bau- und Umweltausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung das Investitionsprogramm für die Jahre 2026-2029 in der vom Gemeindevorstand als Anlage zum Entwurf der Haushaltsatzung mit Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2026 eingebrachten Fassung unter Berücksichtigung der zuvor beschlossenen Änderungen zuzustimmen.

Beratungsergebnis:

Beschlussfähigkeit:

Gesetzliche Mitgliederzahl:

5

davon anwesend:

5

Abstimmung:

dafür:

5

dagegen:

0

Stimmenthaltung:

0

7.

Verschiedenes

Es kommt die Idee auf, dass das Streichen der Fassade am Hochbehälter Hembach über engagierte Bürger oder den Ortsbeirat durchgeführt werden kann.

In Birkert ist der Ortsbeirat bereits aktiv und hat den gemeindlichen Bauhof bei der Pflege verschiedener Flächen und des Spielplatzes unterstützt.

Hr. Fischer weist in dem Zusammenhang auf das Förderprogramm „Starkes Dorf“ hin, über welches Vereine und Gruppen mit niedrigem Aufwand Förderungen für Projekte beantragen können.

Ausschussvorsitzender Thilo Fischer schließt die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses um 20:15 Uhr und bedankt sich bei den Gremienmitgliedern für Ihre Teilnahme.

Brombachtal, 11.06.2026​
Ausschussvorsitzender
Schriftführerin
Thilo Fischer
Sandra Grages