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Brombachtal-Nachrichten Amtsblatt der Gemeinde Brombachtal
Ausgabe 32/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Ordnungsamt warnt: Lachgas als „Partydroge“ gefährdet Gesundheit

In unserer Gemeinde werden immer häufiger Lachgas-Kartuschen und -Flaschen (Distickstoffmonoxid, N₂O) im öffentlichen Raum gefunden. Das Ordnungsamt bittet alle Bürgerinnen und Bürger, diese Hinweise ernst zu nehmen und mit Kindern und Jugendlichen darüber zu sprechen.

Die gesundheitlichen Risiken

Lachgas ist zum Aufschäumen von Sahne zugelassen. Wird es eingeatmet, um einen Rausch zu erzeugen, drohen erhebliche Schäden — denn in diesem Moment gelangt kein Sauerstoff in den Körper.

  • Bereits einmaliger Konsum: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit, Kribbeln; durch Sauerstoffmangel Bewusstlosigkeit, Stürze und im Extremfall Tod.
  • Bleibende Hirnschäden: Gehirnzellen sterben bei Sauerstoffmangel innerhalb von Minuten ab und wachsen nicht nach. Fachleute sprechen von hypoxischen Hirnschäden. Untersuchungen zeigen eine verminderte Aktivität im Hippocampus, der zentralen Hirnregion für Lernen und Gedächtnis — daher die beobachteten Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen. Auch Psychosen mit Wahnvorstellungen sind dokumentiert.
  • Nerven- und Rückenmarksschäden: Lachgas zerstört dauerhaft die Funktion von Vitamin B12 und damit die Isolierschicht der Nerven. Folgen sind Taubheitsgefühle, Gangstörungen und Lähmungen. Der B12-Wert im Blut ist dabei bei 20 bis 40 Prozent der Betroffenen normal, sodass die Schädigung oft zu spät erkannt wird — dann bleibt sie dauerhaft.
  • Kälte- und Druckverletzungen: Die Kartuschen werden bis zu minus 55 Grad kalt. Kälteverbrennungen an Lippen und Fingern sowie Lungenrisse sind möglich.

Neue Rechtslage seit 12. April 2026

Bundesweit gilt ein Abgabeverbot an Minderjährige sowie ein Erwerbs- und Besitzverbot für Minderjährige. Verkauf über Automaten und Versandhandel an Privatpersonen ist verboten, Kartuschen über 8,4 Gramm unterliegen einem Umgangsverbot.

Falsche Entsorgung kostet uns alle

Lachgasbehälter sind Druckgasbehälter. Im Restmüll führen sie zu Explosionen im Müllheizkraftwerk Darmstadt — mit Anlagenstillständen und hohen Reparaturkosten, die über die Abfallgebühren von allen getragen werden. In der Landschaft abgelegt können sie Mähwerke zerstören.

Restgas in gefundenen Behältern gefährdet zudem Kinder, Passanten und unsere Bauhofmitarbeitenden.

Richtig entsorgen: restentleerte Sahnekapseln in die Metall-/Wertstoffsammlung. Größere Zylinder und Behälter mit möglichem Restgas gehören als gefährlicher Abfall zur Problemabfallsammelstelle bzw. zum Schadstoffmobil. Niemals selbst öffnen oder entleeren.

Bitte melden Sie Funde

 

 

Die Behälter nicht anfassen und den Fundort an das Ordnungsamt der Gemeinde Brombachtal melden.