Am Sonntag, den 2. August, ging der Summit von AYUDH, der internationalen Jugendbewegung, gegründet und inspiriert von Mata Amritanandamayi (Amma), in Kirchbrombach zu Ende.
Eine Woche lang trafen sich im Seminarzentrum Hof Herrenberg 160 junge Menschen aus 20 europäischen Ländern. Unter dem Motto „One Humanity“ – Eine Menschheit -erkundeten sie gemeinsam, was es bedeutet, als globale Gemeinschaft zusammenzuleben und über alle Unterschiede hinweg eine tiefe Verbundenheit zu erfahren. Versorgt und betreut wurden die jungen Menschen von vielen ehrenamtlich Helfenden.
Das vielfältige Programm umfasste:
Einen besonderen Höhepunkt bildete das Panel, eine Diskussionsrunde, bei der internationale Expertinnen gemeinsam mit Jugendlichen der Frage nachgingen, was „One Humanity“ im Alltag und für die Zukunft bedeutet.
Zu den Gästen gehörten:
Elena Zelenovic ist Expertin für internationale Entwicklungszusammenarbeit und Programmspezialistin bei der UNESCO. Dort unterstützt sie die Umsetzung der UNESCO-Empfehlung zu Bildung, für Frieden, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung.
Paola Fraschini ist ehemalige italienische Rollkunstläuferin. Sie gewann elf nationale, fünf Europa- und sieben Weltmeistertitel und trat anschließend beim Cirque du Soleil auf.
Dr. Isabel Signes ist Präsidentin von „Visió Sense Fronteres“ (Sehkraft ohne Grenzen), einer spanischen Hilfsorganisation, die augenmedizinische Versorgung und Blindheitsprävention in Afrika und Lateinamerika unterstützt.
Dr. Paula Bohr, Enkelin des Physik-Nobelpreisträgers Niels Bohr, war in der Pädiatrie, Kinderpsychiatrie und Präventivmedizin tätig. Heute spricht sie über das Vermächtnis ihres Großvaters.
Die zentrale Botschaft der Diskussionsrunde an die Jugendlichen lautete:
„Seht nicht auf die Unterschiede, sondern auf das, was uns eint!“
„Ihr jungen Menschen spielt eine große Rolle dabei, das Positive und Verbindende in die Welt zu tragen.“
Die persönlichen Aussagen einiger Teilnehmender sprechen für sich:
Arian: „AYUDH ist für mich ein Ort, an dem ich mich emotional fallen lassen und gleichzeitig von inspirierenden und empathischen Menschen aufgefangen fühlen konnte. Es ist eine Gemeinschaft, die dazu ermutigt, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, eigene Grenzen zu überwinden und gemeinsam mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und Hintergründe zu wachsen“.
Samira: „Mich hat besonders bewegt, wie die jungen Menschen hier zusammengekommen sind und durch den Dialog mit Entscheidungsträger:innen interkulturellen Austausch, gegenseitiges Verständnis und somit Brücken für ein lokales und internationales Gemeinschaftsgefühl geschaffen haben“.
Felizia: „Ich habe super liebe Personen aus anderen Ländern kennengelernt und mich mit ihnen ausgetauscht. In der Freizeit haben wir tiefgründige Gespräche über das Thema geführt. Gardening - Getting in touch with nature, so hieß der Workshop, an dem ich teilgenommen habe. Er hat mir gezeigt, dass die Natur auch zu One Humanity gehört und dass jeder einzelne für den Erhalt der Natur etwas tun kann. Ich habe viel Freude erlebt. Jeder wurde so angenommen, wie er ist und jeder konnte sein, wie er ist“.
Die Woche machte deutlich: „One Humanity“ ist weit mehr als ein Motto – es ist eine Einladung, Brücken zu bauen und gemeinsam Verantwortung für eine friedliche und mitfühlende Welt zu übernehmen.
Beachtung fand die Veranstaltung auch durch Bürgermeister Andreas Koch und die Gemeindevertreter Maria Tenhaef, Karsten Bletzer und Andreas Loy.