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Ausgabe 11/2019
Helmbrechts/Schauenstein -USR-
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Schülerkonzert in Windischengrün

Kürzlich fand das mittlerweile vierte Schülerkonzert des Musikstudios „Die Schallplatte“ in Windischengrün statt. Der Beginn verschob sich um ein paar Minuten nach hinten, da wegen des Besucherandrangs noch Stühle zugestellt werden mussten. Den rockigen Anfang machte dann Nick Hertrich am Schlagzeug mit dem Cold Play Song „Supersonic“. Darauf folgte ein Blockflötentrio in der Besetzung Klara Färber, Lea Geupel und Verena Hohberger, die souverän „Bruder Jakob“ im dreistimmigen Kanon spielten. Eva Bovens-Reiß, Leitein des Musikstudios, erklärte hierzu: „Wir möchten die Musikalität unserer Schüler im Ganzen fördern, daher bieten wir immer wieder Bandobjekte oder Ensemblespiel an, in denen die Kinder neben dem Lernen im Einzelunterricht auch das Zusammenspiel mit anderen üben können.“

Klara Färber als derzeit jüngste Musikerin auf der Schülerbühne brachte die Volkslieder „Widele Wedele“ und „Kein schöner Land“ zu Gehör. Als angehende Folkband präsentierten sich die Musiker Egino Kaiser (Blockflöte), Clemens Reiß (Gitarre) und Mathilda Reiß (Bass) mit ihrem „Bulgarischen Volkstanz“. Nahtlos ging es weiter mit Mila Schmidt (Gesang) und dem Grusel-Klassiker „Die alte Moorhexe“, danach gab Marion Degelmann (Gitarre) die bekannte altenglische Weise „Greensleves“ zum Besten. Das Blockflötenduo Lea Geupel und Verena Hohberger interpretierte ein anspruchsvolles Mozart-Menuett, bevor des „Trio Saalfrank“, wie das Gesangsensemble mit Doris Saalfrank, Silvia Saalfrank und Bernd Saalfrank liebevoll genannt wird, mit Witz und Charme den 70er-Jahre-Schlager „Im Wagen vor mir“ von Henry Valentino sang. „Roch it hard“ war der nächste vielbeklatschte Titel, dargeboten von den Geschwistern Clemens Reiß (Gitarre) und Mathilda Reiß (Schlagzeug), anschließend trug Mila Schmidt das Lied „Zwei kleine Wölfe“ vor. Dabei begleiteten sie vokal die Mitglieder des Singseminars und instrumental Clemens und Mathilda Reiß (Gitarre und Bass). Als nächste Melodie stand „Italien Rant“, ein italienischer Tanz, der auch heute noch in die Füße fährt, auf dem Programm. Den bot Verena Hohberger mit der Soloblockflöte dar. Hierauf stellte Marius Ketsch sein außergewöhnliches Talent an der Gitarre unter Beweis und interpretierte, von Manfred Kaiser am Bass begleitet, einen Boogie.

Still und nachdenklich wurde es im Saal, als Sabine Sachse mit einfühlsamer Stimme den James-Taylor-Klassiker „Fire and rain“ sang. Unmittelbar danach folgte ein weiteres Beispiel für eine hervorragende Ensembleleistung. Verena Hohberger präsentierte mit Gitarre und stimmlich in Bestform, unterstützt von Manfred Kaiser (Gitarre) und Christian Reiß (Handtrommel) Eric Claptons „Wonderful tonight“. Anschließend meisterte sie zusammen mit Sabine Sachse im Duett, begleitet von Doris Saalfrank und Christian Reiß an der Handtrommel, Marius Ketsch an der E-Gitarre und Eva Bovens-Reiß an der Harfe, ein äußerst schwieriges Stück, nämlich die altitalienische Laude „Alts Trinita“, die durch moderne Rhythmik und Instrumentierung einen fast mystischen Anstrich erhielt. Es folgte der Auftritt von Annette Seifert (Gesang und Gitarre), die mit einem eigenen Titel, dem umgeschriebenen „Willst du dein Herz mir schenken“, aus einer Sammlung von Johann Sebastian Bach, bewies, dass Klassik und Folk außerordentlich gut harmonieren können. Zusammen mit Eva-Bovens-Reiß bot sie dann das Duett „Der Winter ist vergangen“ dar. Dies war gleichzeitig eine kleine Vorschau auf den 15. Juni, wo ein ganzes Konzert mit ähnlichen Liedern in der „Schallplatte“ zu erleben ist.

Mit den Worten: „Man könnte meinen, hier sei das Konzert zu Ende“ leitete Christian Reiß seine große Trommelshow ein, „aber weit gefehlt“. Zum Chakira-Hit „Waka Waka“ ließen sich die Zuhörer mitreißen und am Ende standen acht freiwillige Trommler aus dem Publikum auf der Bühne und trommelten begeistert mit. Das ist im Musikstudio „Die Schallplatte“ nichts Ungewöhnliches, denn jeden Donnerstagabend bietet sich die Möglichkeit für jedermann beim offenen Trommeln mitzumachen. Zum tatsächlichen Abschluss des Konzerts hielten Sängerin Mila Schmidt und das Singseminar noch eine Überraschung parat: Einen Boogie Woogie mit selbst erdachten Tanzbewegungen. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und stieg gleich mit ein, klatschte, schnipste und schunkelte. Der lang anhaltende Applaus am Ende der Vorstellung bewies allen Schülern: Toll gemacht! Weiter so!