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HS-Lokal
Ausgabe 11/2019
Helmbrechts/Schauenstein -USR-
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Maienduft bei den Rentnerstiften

Zum 28. Mal begrüßte Sonja Keil im Helmbrechtser Gasthof Roßner eine große Schar von Gästen zu der Rentnerstifte-Veranstaltung. Alle Besucher kamen an diesem Nachmittag wieder bei einem bunten Reigen von Geschichten und Gedichten, musikalischen Darbietungen und gemeinsamem Singen in beste, fröhliche Stimmung.Beinahe schon traditionsgemäß wies Sonja Keil bei ihrer Begrüßung auf den von ihr mitgebrachten Latschkabbmspruch hin, der passend dazu in Form von einem süßen Leckeis gestaltet war: „Wej merkt mer, dass mer zegoar ben Eisschleggn langsamer woarn is? Wenns aans ve der Waffldüdn rao nei na Jaggnärmel lefft!“

Zur Entstehung Europas – es war der Europawahlsonntag – hatte die Organisatorin ihre eigenen, belustigenden Gedanken mitgebracht, während sie die Gäste zwischen den einzelnen musikalischen Darbietungen mit heiteren „duftenden“ Kurztexten unterhielt.

Über den Monat Mai bis hin zum Karl May wartete Dora Schott mit amüsanten Betrachtungen auf. Sie vergaß auch nicht, mal über das Leben ein Resümee zu ziehen. Die Bitten ans Leben und was daraus wurde brachte Emmi Süß in einem kurzen, besinnlichen Text zu Gehör.

Lieder, die immer wieder gerne mit Begeisterung gesungen werden, seien es spezielle Rentnerlieder oder alte Schlager, hatte Roland Reuther wieder zusammengestellt. Sein Akkordeonspiel wurde gekonnt von Toni Thier mit der Klarinette begleitet, wozu die Gästeschar schwungvoll sang, klatschte und schunkelte. Helmar Höllein, der mit einigen Konzertina-Solostücken unterhielt, trug eindrucksvoll das Couplet von der „krummen Lanke“ vor sowie das sogenannte Steuerlied, welches die Hoffnung offen lässt, dass wenigstens die Luft nicht versteuert wird. Zudem wurde der lustige Text „ich worsch goar niet“ mit einem Sonderapplaus honoriert. Während Helga Strößner mit ihrer Erzählung von einem „Sonderbaren Gast“ zum Schmunzeln anregte wurde zwischendurch auch für ein paar Minuten zur Besinnung aufgerufen. Sonja Keil erinnerte mit einem Gedicht an die leider verstorbene Inge Schiefnetter, die im Januar in diesem Kreis noch von der Jugendzeit und ihren damaligen Besonderheiten erzählt hatte. Anschießend war ein besinnlicher Text von Helmut Zöpfl zu hören, vorgetragen von Marianne Holzmann. Als Roland Reuther einige seiner witzigen Wirtshausgeschichten zum Besten gab und er zusammen mit Toni Thier zum beschwingten Abschlussstück aufspielte, endeten zwei Stunden bester, vielfältiger Liveunterhaltung, für die die Besucher viele lobende Worte fanden und dies mit kräftigem Applaus bezeugten.

Sonja Keil bedankte sich bei allen Mitwirkenden und bei der aufmerksamen, großen Gästeschar. Mit den besten Wüschen für den Sommer hatte sie für diese Zeit der Rentnerstiftepause auch eine Anregung parat: Gedanken, Erinnerungen zum Thema Duft aufschreiben und mit wenigen Worten nach der Sommerpause vortragen, am 08. September 2018 um 15.00 Uhr im Gasthof Roßner.