Mit den ersten warmen Tagen im Mai beginnt bei den Honigbienen die Zeit der natürlichen Vermehrung – das sogenannte Schwärmen. Dabei verlässt ein Teil des Volkes gemeinsam mit der alten Königin den Bienenstock, um sich eine neue Bleibe zu suchen. In dieser Phase sind vermehrt Bienenschwärme in der Region zu beobachten, die sich vorübergehend als dichte Trauben an Bäumen, Sträuchern oder Gebäuden niederlassen.
Der Imkerverein Bad Brückenau e. V. weist darauf hin, dass von solchen Schwärmen in der Regel keine Gefahr ausgeht. Die Tiere sind meist friedlich, da sie keine Brut zu verteidigen haben. Dennoch sollte ein ausreichender Abstand eingehalten und der Schwarm nicht gestört werden.
„Ein Bienenschwarm wirkt für viele Menschen zunächst bedrohlich, ist aber ein völlig natürlicher und wichtiger Vorgang im Leben eines Bienenvolkes“, betont Christian Benker, 2. Vorsitzender des Imkervereins. „Bitte helfen Sie mit, ein wertvolles Bienenvolk zu erhalten. Jede Meldung hilft uns, den Schwarm rechtzeitig zu sichern. Ohne Unterstützung sind diese Völker in unserer heutigen Umwelt verloren – deshalb bitten wir ausdrücklich darum, uns bei einer Sichtung kurz zu informieren.“
In der modernen Kulturlandschaft sind freilebende Bienenvölker stark gefährdet. Parasiten wie die Varroamilbe sowie fehlende geeignete Nistmöglichkeiten führen in der Regel dazu, dass solche Völker den Winter nicht überstehen.
Der Imkerverein bittet daher um Mithilfe aus der Bevölkerung: Sichtungen von Bienenschwärmen können telefonisch unter 09741 939040 oder 09741 6142 sowie per E-Mail an info@imkerverein-bad-brueckenau.de gemeldet werden. Der Verein organisiert anschließend die Weitergabe an einen Imker, der den Schwarm einfängt und in eine geeignete Behausung überführt.