Im Pfarrheim Oberleichtersbach drehte sich kürzlich alles um ein Thema, das aktueller kaum sein könnte: Intervallfasten. Eingeladen hatte Maria Schneider, Diätassistentin an der Klinik von Weckbecker in Bad Brückenau, wo Fasten seit jeher eine tragende Therapiesäule ist. Der Erlös des Vortrags kam vollständig dem Obst- und Gartenbauverein Oberleichtersbach zugute, dessen Vorsitz Schneider gemeinsam mit Simone Zeier innehat.
Zahlreiche Interessierte waren der Einladung gefolgt. Maria Schneider begrüßte die Gäste herzlich und gab einen persönlichen Einblick in ihre Arbeit – ihre Begeisterung war dabei sofort spürbar. „Ich möchte euch heute ein bisschen was über das Intervallfasten erzählen. Ich will euch aber nicht vorschreiben, wie ihr euch zu ernähren habt! Ich vergleiche das immer ein bisschen mit Einkaufen im Supermarkt: Ihr nehmt das mit, was ihr gut findet.“
Mithilfe einer Präsentation spannte sie den Bogen von historischen Ansätzen bis zum heutigen Trend. Schon vor über 100 Jahren wurden positive Effekte beschrieben, gerieten jedoch in Vergessenheit, bevor das Thema in den letzten Jahren – auch medial – wieder verstärkt aufgegriffen wurde.
Anschaulich erläuterte Schneider das 16:8-Modell mit wechselnden Essens- und Fastenphasen. Auch Varianten wie Dinner-Canceling oder Morgenfasten stellte sie vor. Der Vortrag war nicht nur praxisnah, sondern auch lehrreich. Er vermittelte Wissen zu verschiedenen Fastenmethoden und deren Auswirkungen auf den Körper. Es wurde aufgezeigt, welche Prozesse angestoßen werden und wie sich diese positiv auf Gesundheit, Verdauung und Blutwerte auswirken können. Dabei ging es auch um die vielfältigen Beweggründe für Fasten – von Verdauungsbeschwerden, über das Entgegenwirken von Krankheiten bis zur bewussteren Wahrnehmung von Hunger und Sättigung.
Besonders wichtig war ihr der Hinweis, nicht zu streng mit sich selbst zu sein. Fasten müsse zum Alltag, zur Familie und zum eigenen Rhythmus passen. Oft seien es kleine Veränderungen, die langfristig zum Erfolg führen.
Der Vortrag war lebendig, verständlich und anschaulich gestaltet. In der anschließenden Fragerunde zeigte sich das große Interesse – und dass jeder etwas für sich mitnehmen konnte. Der Obst- und Gartenbauverein bedankt sich herzlich für den tollen Vortrag, aber auch die damit verbundene Spende.