Im April durfte die Katholische Öffentliche Bücherei im Pfarrhaus Oberleichtersbach besonderen Besuch empfangen: Dr. Claudia Maria Pecher, Leiterin der Landesfachstelle für Büchereien und Bildung des Michaelsbundes in München, besuchte gemeinsam mit Elias Huisl, Leiter der Katholischen Büchereifachstelle Würzburg, die Bücherei. Der Besuch kam auf Empfehlung der katholischen Fachstelle in Würzburg zustande.
Die Bücherei Oberleichtersbach ist über die Fachstelle an den Michaelsbund angebunden und bezieht von dort Medien, Materialien und fachliche Unterstützung. Umso größer war die Freude, dass Frau Pecher die Bücherei persönlich kennenlernen wollte, die innerhalb des Verbundes als gelungenes Beispiel lebendiger Büchereiarbeit gilt.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand der direkte Austausch mit dem Büchereiteam sowie ein Rundgang durch die Räume. Dabei brachten die Gäste nicht nur großes Interesse, sondern auch konkrete Unterstützung in Form einer großen Kiste neuer Bilderbücher sowie einem Gutschein über 250,- Euro für Kinderbücher zum Thema „Demokratie“ mit.
In einem kurzen Vortrag hob Frau Dr. Pecher die Bedeutung katholischer öffentlicher Büchereien hervor. Büchereien seien Orte, an denen alle Menschen willkommen sind – unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebenssituation. Gerade diese Offenheit mache sie zu besonderen Räumen der Begegnung, der Bildung und des respektvollen Miteinanders. Sie beschrieb sie als wichtige Lernorte der Demokratie und als einen solchen darf sich nun auch die Oberleichtersbacher Bücherei offiziell bezeichnen.
Besonders beeindruckt zeigte sie sich vom Engagement des örtlichen Büchereiteams um Katja Leitsch und Sonja Grau. Mit viel Einsatz, Kreativität und kontinuierlicher Arbeit werde das Angebot vor Ort weiterentwickelt und lebendig gehalten. Auch die Bereitschaft, immer wieder Neues auszuprobieren und die Bücherei aktiv zu gestalten, fand große Anerkennung.
Der Besuch wurde von allen Beteiligten als sehr wertschätzend und ermutigend erlebt – und als schönes Zeichen dafür, dass die Arbeit der Bücherei auch über die Gemeindegrenzen hinaus wahrgenommen und geschätzt wird.