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Oberleichtersbacher Nachrichten
Ausgabe 7/2026
Aus dem Rathaus
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Aus dem Rathaus

Mit der notwendigen Vergrößerung des Kindergartengebäudes vor einigen Jahren ging ein erheblicher Teil der bisherigen Spielfläche verloren. Umso größer war die Freude, als ein benachbarter Grundstücksteil, der ebenso wie das Kindergartengelände der Diözese Würzburg gehört, für die Nutzung als Spielplatz gewonnen werden konnte. Eine besondere Herausforderung stellte dabei das unterschiedliche Höhenniveau der beiden Grundstücke dar. So entstand ein abwechslungsreicher Spielbereich mit viel Platz zum Bewegen, Entdecken und gemeinsamen Erleben.

Dass bis zur Einweihung einige Jahre vergehen würden, hatte sich zu Beginn der Überlegungen wohl niemand vorstellen können. Claudia Straub blickte gemeinsam mit Karina Kirchner, der Vorsitzenden des Trägervereins St. Johannesverein e.V., auf die lange Entstehungsgeschichte zurück und richtete ihren Dank an die Gemeinde Oberleichtersbach, die die Hauptfinanzierung des Projektes übernommen hatte. „Was lange währt, wird endlich gut“, brachte Kirchner die Entwicklung auf den Punkt. Bereits im Jahr 2021 habe man sich erstmals mit der Erweiterung des Außengeländes beschäftigt, auf die viele Planungen, Abstimmungen und Herausforderungen folgten. Dank wurde auch der Diözese Würzburg für die Bereitstellung des Grundstücks und die finanzielle Unterstützung zuteil. Besonders hervorgehoben wurde Altbürgermeister Dieter Muth, der das Projekt über viele Jahre hinweg mit großem Engagement begleitet und entscheidend vorangebracht habe.

Dass sich der Einsatz gelohnt hat, davon zeigte sich auch Bürgermeister Roland Wehner überzeugt. Er stellte fest, dass die Erwachsenen an diesem Tag nur die Nebendarsteller seien, während die eigentlichen Hauptpersonen längst auf die Freigabe des Spielplatzes warteten. Mit Blick auf die gemeindliche Investition betonte er: „Straßen und Gebäude sind wichtig, aber das Lachen von Kindern ist das Schönste, was eine Gemeinde haben kann. Wenn hier künftig täglich gespielt, getobt und gelacht wird, hat sich jeder investierte Euro gelohnt.“ Den Kindern gab er mit auf den Weg, die neuen Spielgeräte ausgiebig zu testen – den Testbericht wolle er sich bei seinem nächsten Besuch persönlich abholen.

Nach den Grußworten stand die Segnung des neuen Spielplatzes durch Pfarrer und Domkapitular Armin Haas auf dem Programm. Zuvor erklärte dieser den Kindern die Bedeutung des Weihwassers: „Mit dem Wasser, mit dem getauft wird, wollen wir jetzt auch den neuen Platz hier segnen und den lieben Gott bitten, dass er uns hier immer beschützt.“ In seinem Gebet dankte er allen, die zum Entstehen des neuen Spielplatzes beigetragen hatten, und bat um Gottes Schutz für die Kinder, Familien und Mitarbeitenden. In seinem Gebet dankte er allen Beteiligten und bat um Gottes Schutz für Kinder, Familien und Mitarbeitende. Der neue Spielplatz solle ein Ort der Gemeinschaft und Freundschaft sein.

Natürlich rückten anschließend auch die Kinder selbst in den Mittelpunkt des Festes, immer mit Blick auf ihren Spielplatz. Die Rotmilane, Bienen, Feuerkäfer und Füchse gestalteten das Programm mit Liedern, Tänzen und Bewegungen rund um ihren neuen Spielplatz.

Nach dem offiziellen Teil gab es für die Kinder schließlich kein Halten mehr. „Ihr dürft nun gleich nach Herzenslust den Spielplatz ausprobieren“, kündigte Straub an. Genau das ließen sich die Mädchen und Jungen nicht zweimal sagen. Neben dem neuen Außengelände warteten auch zahlreiche weitere, durch das Kindergartenteam liebevoll vorbereiteten Angebote wie Kasperltheater, Bastelaktionen, Glitzertattoos und Kinderschminken auf die jungen Besucher. Aufgrund der heißen Temperaturen zog es die Kinder vor allem auf den neuen Wasserspielbereich. Für eine besondere Erfrischung sorgten auch die Kinder der Schulkindbetreuung mit selbst zubereiteten Saftcocktails. Der Elternbeirat und viele helfende Eltern kümmerten sich um die Verpflegung der Gäste und boten ein umfangreiches Angebot an Speisen, Getränken sowie Kaffee und Kuchen an.

Bis in den späten Nachmittag hinein herrschte auf dem gesamten Gelände eine fröhliche und entspannte Atmosphäre und es war spürbar, dass sich das lange Warten auf den neuen Spielplatz mehr als gelohnt hat.

(Karina Kirchner)