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Oberleichtersbacher Nachrichten
Ausgabe 9/2026
Aus dem Rathaus
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Ein Konzert, das weit über alle Erwartungen hinausging

Wenn man ein Benefizkonzert für eine Kirchenorgel besucht, mit welchen Erwartungen kommt man da? Man freut sich vor allem auf festliche Klänge und gute, vielleicht auch bereits bekannte Musikstücke. Doch was die Besucherinnen und Besucher am Sonntagabend in der Filialkirche Heilige Familie in Breiten

bach erleben durften, übertraf wohl sämtliche Erwartungen bei Weitem. Das Benefizkonzert zugunsten der frisch restaurierten Orgel entwickelte sich zu einem außergewöhnlichen musikalischen Erlebnis voller Vielfalt, Emotionen und hoher musikalischer Qualität.

Paul Weber von der Kirchenverwaltung begrüßte die zahlreichen Gäste: „Ich darf euch alle im Namen der Kirchenverwaltung recht herzlich begrüßen zu unserem Orgel-Benefiz-Konzert. Wir freuen uns, dass unsere restaurierte Orgel wieder zum Lob Gottes erklingen kann und vor allem freuen wir uns heute auf einen besonderen musikalischen Genuss.“

Dass dieser musikalische Genuss tatsächlich etwas ganz Besonderes werden würde, zeigte sich bereits mit den ersten Tönen. Den festlichen Auftakt gestaltete Thomas Kleinhenz an der Orgel mit den ersten beiden Sätzen der Sonate f-Moll op. 65 Nr. 1 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Kraftvoll, majestätisch und zugleich feinfühlig entlockte er der restaurierten Orgel Klangfarben, die man in dieser Intensität aus einem Gottesdienst kaum kennt. Mal gewaltig und imposant, dann wieder sanft und beinahe schwebend – Thomas Kleinhenz holte alles aus dem Instrument heraus, was in ihm steckt.

Mit „Share My Yoke“ und „The Prince of Denmark's March“ begeisterten die Brüder Thomas und Andreas Kleinhenz in einem eindrucksvollen Zusammenspiel von Orgel und Trompete, dessen festliche Klänge von der Empore aus die gesamte Kirche erfüllten.

Nicht minder beeindruckend präsentierte sich das sechsköpfige Bläserensemble mit Andreas Kleinhenz, Franziska Bohn, Hannah Kleinhenz, Tamara Kleinhenz, Pauline Walter und Sebastian Schmitt. Mit Werken von Anton Bruckner, Johann Sebastian Bach, Rolf Løvland und Peter Leitner bewiesen die Musiker eindrucksvoll ihre Vielseitigkeit. Feinfühlig und berührend erfüllten ihre Klänge die Kirche. Besonders das gemeinsam dargebotene „Hallelujah“ sorgte für Gänsehautmomente.

Wie facettenreich das Konzert insgesamt angelegt war, zeigten schließlich die weiteren Beiträge von Monika und Carina Kleinhenz sowie Nadja Frankenberger. Ob ausdrucksstarker Gesang, virtuose Violinenklänge, eindrucksvolle Querflötensoli oder

feinfühlige Begleitungen am E-Piano - jede Darbietung überzeugte mit großem Können und spürbarer Leidenschaft.

Den glanzvollen Abschluss des offiziellen Programms bildeten schließlich die beiden letzten Sätze der Sonate f-Moll op. 65 Nr. 1 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Noch einmal zeigte Thomas Kleinhenz die ganze Bandbreite der restaurierten Orgel und setzte mit einem imposanten Finale den Schlusspunkt unter ein Konzert, das in jeder Hinsicht außergewöhnlich war.

Zwischen allen Musikstücken spendeten die Besucherinnen und Besucher immer wieder lang anhaltenden und begeisterten Applaus - ein sichtbares Zeichen der Begeisterung und großen Anerkennung für die Leistungen aller Musikerinnen und Musiker.

Zum Abschluss luden die Mitwirkenden, die sich selbst den Namen

„Family & Friends“ gaben, die Gäste dazu ein, mit ihnen gemeinsam in das Kirchenlied „Großer Gott, wir loben dich“ einzustimmen.

(Karina Kirchner)