Die digitalen Medien sind bei den Kindern sehr bekannt und beliebt. Eine bewusste Auseinandersetzung damit ist deshalb umso wichtiger. Das taten die 4. Klassen der Wildpoldsrieder Grundschule in einer Doppelstunde mit dem Schulsozialpädagogen Herrn Daniel Sommer. Begleitet von Jolli (Handpuppe) werden die SuS, im Rahmen des Programms Eigenständig werden – Ein Präventionsprogramm zur Förderung von Lebens- und Gesundheitskompetenzen, besucht.
Zur Einführung bot das „4-Ecken-Spiel" einen ersten Überblick über die verwendeten Medien der Schülerinnen und Schüler. Wichtig war Herrn Sommer dabei, dass die Entscheidungen sowie Äußerungen der Kinder nicht bewertet werden. In der folgenden Gruppenarbeit erarbeiteten die Kinder sowohl positive als auch negative Aspekte der Mediennutzung und stellten diese vor. Es entstand ein eindrückliches Schaubild.
Wie gelingt es nun die positiven Seiten digitaler Medien zu nutzen und die negativen Folgen zu vermeiden? In der Antwort auf diese Frage liegt das Hauptziel der Einheit. Die SuS erkennen, dass eine zeitliche Begrenzung der Mediennutzung sinnvoll und wichtig ist. Die meisten Schätzungen der Kinder lagen im Bereich von 30 – 60 Min. pro Tag und damit sehr nah an den offiziellen Empfehlungen für dieses Alter.
Im nächsten Schritt stand die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Lieblingsmedium im Vordergrund. Neben positiven und negativen Aspekten, wurden die Kinder u. a. mit der Frage „Woran kannst du merken, dass du dein liebstes Medium zu lange nutzt?" konfrontiert. Um sich dem eigenen Medienkonsum bewusst zu werden, erhielt jedes Kind die Aufgabe, die Mediennutzung zu Hause eine Woche lang zu dokumentieren. Die Auswertung steht noch aus und wir sind gespannt….
Den Abschluss bildete eine erneute Gruppenarbeit mit dem Ziel, in kurzer Zeit möglichst viele Alternativen zur digitalen Mediennutzung zu sammeln. Es entstand eine lange Liste für das Klassenzimmer und für zu Hause mit überwiegend kostenfreien Ideen der Kinder. Sollte die Medienzeit also einmal aufgebraucht sein, findet hier jedes Kind eine bildschirmfreie Beschäftigung.
Mit der Veranstaltung wurde deutlich, dass sowohl klare Regeln als auch die kritische Auseinandersetzung mit Inhalten sowie Folgen des Medienkonsums nötig sind, um die Medienkompetenz der Kinder zu fördern.