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Wildpoldsrieder Duranand
Ausgabe 641/2026
Rathaus
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Rathaus

Auch in der Hochstraße geht es los

Rund 150 Wildpoldsrieder kamen der Einladung nach, sich bei einer Informationsveranstaltung über den geplanten Ausbau des kommunalen Nahwärmenetzes zu informieren.

 

 

 

Fotos: Christian Barthel

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die ambitionierte Perspektive, dass sich bis 2029 die Zahl der angeschlossenen Gebäude verdoppeln könne. Aktuell versorgt die Dorfentwicklungs-GmbH rund 100 Häuser im Ort. Möglich machen soll die Erweiterung ein neues Hackschnitzelheizwerk mit 860 Kilowatt Leistung am Standort Öschle. Es soll künftig rund 2.200 Megawattstunden Wärme pro Jahr liefern — genug für etwa 90 zusätzliche Anschlüsse. Der Förderbescheid liegt seit wenigen Wochen vor, die Ausschreibung läuft, der Bau soll bis zur Heizperiode 2026/27 abgeschlossen sein.

 

 

Die Erweiterungen werden straßenzugweise umgesetzt. In der Wolkenberger Straße laufen die Endarbeiten. Im Mai haben die Bauarbeiten in der Hochstraße begonnen, ab August folgt die Burgstraße, die Wärmelieferung läuft dort ab Ende 2026. Im Bereich G'hau und unterer Schiebelsberg ist der Ausbau für 2026/27 vorgesehen, sofern genügend Anschlusszusagen vorliegen. Dorfmühlstraße und Wannenweg folgen 2026/27, Poststraße und Gärtnerweg/Badenberg gemeinsam mit Wasser- und Kanalarbeiten ab 2027.

 

 

 

Erster Bürgermeister Mögele betonte, dass es keinen Anschlusszwang geben werde. Als Vorteile eines Anschlusses nannte er die lange Lebensdauer der Wärmeübergabestation sowie den breiten Energiemix aus Hackschnitzeln, Biogas, und Pellets. Auch wegfallende Wartungs- und Kaminkehrer-Kosten sowie der Platzgewinn durch den wegfallenden Heizungsraum zählten zu den Argumenten.

Die Anschlusskosten wurden transparent erklärt und ausführlich an Beispielen erörtert. Über das KfW-Programm 458 seien Förderungen von 50 bis maximal 70 Prozent möglich, abhängig von Einkommen und Alter der bestehenden Heizung, im Maximalfall könnten bis zu 21.000 Euro Zuschuss fließen.

Die Gemeinde wird auf jeden Eigentümer zukommen, mit Hausbesuchen und individueller Planung. Andreas Gil von der Firma Smart Energy und Geschäftsführer der Dorfentwicklungs-GmbH Richard Kistler standen während der Infoveranstaltung ebenso zur Verfügung wie mehrere Mitglieder der ehrenamtlichen agilen Arbeitsgruppe „aAG Energie und Klima“ und Vertreter des Ingenieurbüros Knecht. Im Anschluss nutzten viele Anwesende die Gelegenheit zu persönlichen Fachgesprächen.

Textquelle: Christian Barthel