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Wildpoldsrieder Duranand
Ausgabe 643/2026
Aktuelle Vorlauftexte
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Aktuelle Vorlauftexte

Bürgermeister Günter Mögele mit den beiden neuen Pächtern Sylwia Maternowska und Alexander Barbas

Im Zuge der Neuorganisation der Wildpoldsrieder Gasthäuser ist es uns gelungen, ein neues Pächterpaar für den Gasthof Hirsch zu finden. Sylwia Maternowska und Alexander Barbas übernehmen unsere Dorfwirtschaft ab dem ersten August.

Bevor sich die beiden offiziell als Pächter bewarben, hatten sie sich auf die ausgeschriebenen Stellen für Küche und Service beworben und vier Wochen im Haus mitgearbeitet, um es kennenzulernen und eine Entscheidung treffen zu können. Nach mehreren Gesprächen und Verhandlungen mit dem Bürgermeister und unserem Geschäftsführer, stellten sich die beiden schließlich bei der letzten Gemeinderatssitzung dem Gemeinderat vor und bewarben sich offiziell. Mit einstimmigem Beschluss wurde der Vorschlag angenommen und der Pachtvertrag mit dem Geschäftsführer der Dorfentwicklungs GmbH unterzeichnet.

Alexander Barbas ist Koch von der Pike auf. Nach der Lehre ging es hinaus in die Welt: Chiemsee, St. Moritz, St. Anton, mehrfach hin und her zwischen Deutschland und der Schweiz. Unter anderem kochte er bei Heinz Winkler in Aschau, bei Johann Lafer auf der Stromburg und bei Andreas Mohr in Bad Homburg. Von 2009 bis 2019 leitete er selbständig das Restaurant Skihütte in Kaufbeuren und war zuletzt fünf Jahre Verkaufsleiter eines Allgäuer Familienbetriebs. Dort hat er nach eigener Aussage auch gelernt, was in keiner Kochschule steht: Kalkulation, Personal, Organisation.

Sylwia Maternowska, geboren im polnischen Bromberg, in Kempten aufgewachsen und zur Schule gegangen, kommt aus dem klassischen À-la-carte-Service aus Gasthäusern und Biergärten der Region und arbeitete zuletzt in einem renommierten Restaurant in Oberstaufen.

Sie ist, wie sie selbst sagt, Servicekraft mit Leib und Seele und übt ihren Beruf mit Leidenschaft und Hingabe aus. Jeder, der sie in den vergangenen Wochen bereits als Bedienung im Hirsch erleben durfte, konnte sich davon überzeugen, dass sie die geborene Gastgeberin ist und ihren Beruf beherrscht.

Was die beiden vorhaben, lässt sich leicht zusammenfassen: ein Wirtshaus, auf das man sich verlassen kann und in dem man sich zuhause fühlt. Ab dem ersten August ist der Hirsch Montag bis Sonntag geöffnet, die warme Küche läuft durchgehend von 11:00 bis 21:00 Uhr. Wer nachmittags auf Kaffee und Kuchen vorbeikommt, wird ebenso zuvorkommend bedient, wie der Gast um neun Uhr abends. Für Gruppen und Veranstaltungen können auch individuelle Zeiten mit Vollservice vereinbart werden.

Auf den Teller kommt klassische Allgäuer Küche mit österreichischem Akzent und leichter mediterraner Note – ein Wiener Backhendl gehört ebenso dazu wie die klare Absage an Fertigprodukte: „Die Grundbasis ist Handwerk." Geliefert wird täglich frisch, das Rindfleisch für die Burger kommt aus Wildpoldsried.

Und das Wirtshaus soll Wirtshaus bleiben: Senioren-Mittagstisch, Stammtische, Kartenrunden am Abend, das Mittagessen für den Kindergarten, Vereinsversammlungen, die Gästezimmer – all das läuft weiter. „Das Wirtshaus ist einfach der Treffpunkt im Mittelpunkt des Dorfes", sagt Alexander Barbas, „und der muss auch belebt werden."

Damit endet die gemeinsame Führung von Hirsch und KULTIVIERT unter einem Dach. Für uns als Gemeinde ist es aber wichtig, dass sich beide Häuser künftig nicht als Konkurrenz verstehen, sondern weiter zusammenarbeiten. Auch die gemeinsame Bewirtung des Dorfsaals ist geplant. Wichtig war uns vor allem auch die Zukunft der Beschäftigten. Die Pächter versprachen alle zu übernehmen, die bleiben wollen und auch die aktuellen Vermietungen sollen so beibehalten werden. Niemand wird am ersten August auf der Straße stehen.

In der Woche vom 27.07. bis 31.07. bleibt der Hirsch geschlossen, um dringend notwendige Renovierungsarbeiten, Reparaturen und Umstellungen vornehmen zu können.

Ab ersten August geht es dann mit den neuen Pächtern los, eine offizielle Einweihungsfeier wird es in den kommenden Wochen geben, wenn sich Küche und Service eingespielt haben und die Abläufe optimiert sind.

Wir wünschen unseren neuen Pächtern alles Gute, einen erfolgreichen Start und heißen sie aufs herzlichste in unserer Dorfgemeinschaft willkommen.